Über 10.000 mal konnten wir helfen

Über 10.000 mal konnten wir helfenIn diesem Jahr konnten wir in aller Stille ein kleines Jubiläum begehen. Seit der Bildung unseres Arbeitskreises (1992) sind inzwischen über 10.000 Mal Mütter in finanzieller Notlage zu uns gekommen, um ihre Kinder mit notwendigen Dingen zu versorgen. Manche Mütter nahmen unser Angebot nur ein einziges Mal in Anspruch, andere wenden sich über Jahre immer wieder an uns. 2019 haben wir über 700 Termine für die Taborstube vereinbart. Es wurden 180 Neugeborene und 444 Mal heranwachsende Kinder komplett eingekleidet. Wir haben 64 Erstlingskinderwagen, 35 Geschwisterwagen und 44 Sportwagen weitergegeben, außerdem unter anderem 34 Kinderbetten, 36 Bauchtragen, 35 Wickelauflagen, 28 Badewannen, 44 Autositze und 16 Hochstühle.

Sehr begehrt waren wie immer Windeln, Feuchttücher, Babyflaschen, sowie neue Decken, Wickelauflagen und Badetücher. Durch die Vermittlung von donum vitae kamen 54 Schwangere; 22 fanden einen Kombikinderwagen, 5 einen Geschwisterwagen und 34 benötigten eine Erstausstattung. Zwei Frauen fanden bei uns nichts und drei weitere nahmen nur unsere preiswerten Neuwaren mit.

Jedes Kind erhält außerdem bei jedem Besuch ein Spielzeug und ein Kinderbuch als Geschenk. Auch die Mütter können sich kostenlos (Schwangerschafts-) Kleidung mitnehmen. Und wenn es finanziell einmal ganz eng ist, wird auch die Kinderkleidung oder ein dringend benötigter Kinderwagen ohne Geld weitergegeben.

Alleine für die ausgegebene Kinderkleidung müssten wir jährlich 62.000€ aufbringen, wenn wir nicht eine Vielzahl an Sachspenden bekommen würden. Natürlich erhalten wir nie genügend Kleidung in allen Größen. Daher haben wir im vergangenen Jahr 7000€ ausgegeben, um unsere Regale mit fehlender Kleidung aufzufüllen.

Aus Mangel an brauchbaren Sachspenden kauften wir für 9.000€ Kinderwagen ein (fast alle Second Hand oder als preisreduzierte Neuware). Diese, wie viele andere Sachen, wurden von uns zu 50% bis 70% vom Einkaufswert weitergegeben.

Ohne die engagierte Mitarbeit der EhrenamterInnen, welche

  • die gespendete Kleidung sortieren und gegebenenfalls waschen und reparieren

  • auf Kinderflohmärkten einkaufen

  • die Kinderwagen, Autositze und Betten kontrollieren, reinigen und reparieren….

  • bei der Ausgabe auch den jeweiligen Bedarf und den Geschmack der Mütter berücksichtigen

  • allen Müttern, unabhängig von Herkunft, Sprache und Religion mit gleicher Freundlichkeit und Respekt begegnen

wäre diese Aufgabe allerdings nicht zu meistern.

Wir hoffen, dass wir noch lange genügend helfende Hände finden, die bereit sind, durch ihre Engagement bedürftige Familien zu unterstützen.

 

Über den Autor / die Autorin:
Gabriele Otten
Autor: Gabriele Otten
Leiterin der Taborstube

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