BRISANT | 18.06.2019 | 17:15 Uhr "Wimmerndes Baby aus dem Müll gerettet - Mutter in U-Haft" Wie konnte das geschehen? In der Kleinstadt Kierspe in Nordrhein-Westfalen ist ein neugeborenes Mädchen in einem zugeknoteten Müllsack im Garten hinter dem Haus gefunden worden. Es überlebte nur knapp.

Ein Film von Sarah Schröder López mit unserer Beraterin Frau Kitte Fall.

Quelle: https://www.mdr.de/brisant/wimmerndes-baby-aus-dem-muell-gerettet-mutter-in-u-haft-100.html

 

 

Die Regelung zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschlandist sehr ausgereift  eine derartige Beratungsregelung verbindet auf geradezu ideale Weise das Selbstbestimmungsrecht der Frau mit dem Anliegen des Schutzes des ungeborenen Lebens.

Die Landesregierungen von Berlin, Brandenburg, Hamburg und Thüringen habendem Bundesrat im Dezember einen Entwurf einesGesetzes zur Änderung des StGB (Aufhebung von § 219 a StGB) zugeleitet verbunden mit dem Antrag, seine Einbringung beim Deutschen Bundestag zu beschließen. Eine weitere Geset-zesänderung im Bereich der Straftaten gegen dasLeben, bzw. im Bereich des Schwangerschaftsabbruchs ist dabei nicht vorgesehen.

Aus unserer Sicht besteht ebenfallskein Anlass, das gesamte Gesetzespaket (StGB und SchKG) aufzuschnüren, zumal es nach jahrelangen Diskussionen zu-stande gekommen ist. Aus der Diskussion um die Frage der Beratung bei einem auffälligen Befund wissen wir, wie emotional und aufwühlend diese Debatten sind -eine neuerliche sollte vermieden werden.

Eine Änderung des „Werbungsverbots“ wäre auchnicht mit dem Aufschnüren des gesamten Paketes verbunden  von daher sollte hieraus kein Hinderungs-grund entstehen.

 

Fr.BlumLiebe Mitglieder und Förderer von donum vitae köln!

ZUHÖREN: eine leichte Sache, oder? Oder vielleicht eher nicht?
Wie verhalten wir uns diesbezüglich in Alltagssituationen?
Seien wir ehrlich: Häufig überlagern wir mit unseren eigenen Gedanken das, was ein Gegenüber zu uns sagt. Wir hören ihm daher nur halbherzig zu, kreisen dabei um uns selbst, sehen hauptsächlich unsere eigene Position im Kontext der Situation des anderen, versehen das Gehörte vorschnell mit eigenen Bewertungen.

Zuhören im Beratungsgespräch ist keineswegs leicht, sondern es ist intensive Arbeit. Wenn eine Klientin im Schwangerschaftskonflikt zur Beratung kommt, schildert sie ihre Problemlage, und die Beraterin hört ihr zu in absoluter Zugewandtheit.
Das setzt nicht völliges Schweigen voraus, es handelt sich um „aktives Zuhören“, zu dem genaues Nachfragen dazugehört. Die Klientin kann sich dadurch immer mehr öffnen, und es entwickelt sich ein zunehmend genaueres Bild der oft sehr komplexen und komplizierten Lebenssituation, in der sie sich befindet.

Das Treffen fand statt am 29. August 2018. Anfang Mai hatten Marie-Theres Ley, Josef Winkelheide und ich als Vertreter von donum vitae Köln brieflich den Kölner Erzbischof um ein Gespräch gebeten. Ende Juni hatten wir diese Terminzusage erhalten. Im Erzbischöflichen Haus wurden wir von Kardinal Rainer Woelki empfangen, der noch Weihbischof Ansgar Puff dazu gebeten hatte.

Was war unser Beweggrund? Seit Jahresanfang 2018 hatte es für den Verein donum vitae ein Wechselbad der Gefühle gegeben aufgrund sehr unterschiedlicher Verlautbarungen aus Bischofskreisen, die über Presseberichte transportiert wurden. Erfreut durften wir lesen, dass Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, unsere Arbeit für den Lebensschutz anerkennend lobte und dankbar Gemeinsamkeiten zur kirchlichen Beratungspraxis betonte.

Nicht nur im Schwangerschaftskonflikt wird unsere Beratungsstelle aufgesucht.

Einen Überblick über das große Spektrum unserer Beratungs- und Hilfsangebote gibt Ihnen unsere Aufstellung zur Statistik.

Realisierbar ist diese wichtige Vielfalt nur dadurch, dass wir öffentliche Zuschüsse ergänzen können durch die großzügige Unterstützung von privater Seite.

Ganz herzlich danken wir:

- der Elisabeth-Schumann-Stiftung

- der Dr. Franz Stüsser-Stiftung

- Ernestine Carl-Schumann für große Spenden aus dem Erlös ihrer Handarbeiten

- dem Verein „Hilfe für Frauen“ unter Leitung von Gabriele Otten für Sachspenden

- allen, die uns durch ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden unterstützt haben

- allen, die aus einem besonderen privaten Anlass zu Spenden aufgerufen haben

- unserem ehrenamtlichen Fachteam : Frau Hoffmann (Rechtsanwältin), Frau Dr.Scholz (Gynäkologin), Frau Schreiber (Psychotherapeutin)

- allen, die durch ihr ehrenamtliches Engagement auf verschiedenen Gebieten unsere Arbeit befördert haben

Carola Blum

 

dataVon einer Frau, die Dienste des Portals Amazon regelmäßig nutzt, weiß der Konzern früher über ihre Schwangerschaft Bescheid, als die Frau sie bemerkt hat. Mit diesem Szenarium wartet der WDR Dokumentarfilm „Allmacht Amazon“ auf. Wer sich diesen Film anschaut, beginnt zu verstehen, dass dies kein Sciencefiction, sondern heute schon zum Teil Realität ist. Wie kann das sein?

Die „Digitalisierung“ ist in aller Munde und erfasst zunehmend alle unsere Lebensbereiche und verändert diese in vielerlei Weise grundlegend. Immer kleinere und leistungsstärkere Computer begleiten uns auf Schritt und Tritt und machen uns das Leben vermeintlich bequemer. Diese Maschinen nennen sich nicht nur „smart“. Mit der von uns darauf installierten Software werden diese kleinen Maschinen immer mehr zu Robotern, die mit sogenannter künstlicher Intelligenz ausgestattet sind. Möglich wird das durch das Tracken unseres Verhaltens, also das Protokollieren und Sammeln von personenbezogenen Daten, die wir mit Hilfe dieser Maschinen ständig selber produzieren. Wenn nun viele solcher Datenquellen verknüpft werden, ermöglicht dies aufschlussreiche Auswertungen.

Zu uns kommen überwiegend Menschen in die Beratung, die Krisen durchleben und die in einem sehr schlechten seelischen, emotionalen und oft auch körperlichen Gesundheitszustand sind. Es können Frauen und Paare in einem Schwangerschaftskonflikt sein oder nach dem Verlust eines Kindes während der Schwangerschaft. Es sind auch Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch. Es sind Frauen und Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch, dabei oftmals Frauen, die nach einer Kinderwunschbehandlung schwanger wurden, aber die Schwangerschaft, auch wiederholt, nicht halten konnten. Es betrifft ebenso Frauen, die eine große Liebe verloren haben, die betrogen, verraten und verlassen wurden oder solche, die sich von einem Lebenstraum verabschieden mussten.

Chancen ergreifen  - Mein Weg von der Praktikantin zur BeraterinMein Name ist Carolin Leistikow und ich arbeite seit Anfang Mai 2018 als Beraterin in Krankheitsvertretung bei donum vitae Köln. Ich habe an der Universität zu Köln mein Studium mit dem Bachelor in Erziehungswissenschaft abgeschlossen und beende bald mein Masterstudium. Währenddessen habe ich bereits eine Weiterbildung zur systemischen Beraterin gemacht.

Durch ein Praktikum während meines Bachelorstudiums im Jahr 2015 bin ich zu donum vitae Köln gekommen. Damals konnte ich den Beratungsalltag kennenlernen und feststellen, welch positive Haltung den Menschen gegenüber in diesem Verein herrscht. Die Arbeit der Beraterinnen überzeugte mich und ich war davon begeistert.

Mit den Themen Schwangerschaft und Schwangerschaftskonflikt war ich bis dahin nicht in Berührung gekommen. Im Praktikum konnte ich lernen, wie vielfältig die Lebenslagen sind, in denen sich Frauen in einer Schwangerschaft befinden, und welche Sorgen mit solch einer großen Veränderung einhergehen können. Besonders die Beratungen im Schwangerschaftskonflikt haben mich sehr berührt.

Sehr beeindruckt war ich, wie ernsthaft die Beraterinnen um das ungeborene Leben gerungen haben, gleichzeitig aber auch mit der Frau oder dem Paar nach Lösungen ihrer oft vielfältigen Probleme gesucht haben, damit ihr Leben wieder ins Gleichgewicht kommen kann. Die Beraterinnen schafften es, verzweifelte Lebenslagen wieder positiv erscheinen zu lassen, Hoffnung zu schenken und Mut zu machen - und das teilweise innerhalb einer Stunde. Sie begleiten Frauen innerhalb eines Dilemmas und sind Unterstützung bei einer Entscheidung, die für die meisten - unabhängig davon, wie die Entscheidung ausfällt - eine Veränderung im Leben mit sich bringt.

BabySeit etwas über einem Jahr arbeite ich als Schwangerschaftsberaterin und bin an manchen Tagen immer noch überwältigt. Ich möchte versuchen, einen Einblick in die Vielschichtigkeit der Schwangerschaftsberatung bei donum vitae zu geben.

Als Beraterin im sozialen Kontext war ich zuvor schon eine Zeit lang tätig, aber die Schwangerschaftsberatung war ein komplett neues Feld für mich. Zunächst habe ich allgemein zu Fragen in der Schwangerschaft beraten und schließlich bin ich auch in die Schwangerschaftskonfliktberatung eingestiegen.

Im Kalender steht ein Termin für eine allgemeine soziale Schwangerenberatung. Ich gehe im Vorfeld also davon aus, dass es einige Fragen zu Schwangerschaft und Geburt geben kann. In den meisten Fällen handelt es sich dann um einen Antrag für finanzielle Unterstützung durch die Bundesstiftung „Mutter und Kind“. Ich lade die schwangere Frau also zu mir ins Büro ein und frage, wie ich ihr helfen kann. Frau M. in diesem Beispiel explodiert förmlich vor Redebedarf. „Wissen Sie, ich habe es wirklich nicht einfach in meinem Leben gehabt und jetzt bin ich auch schon wieder schwanger“, beginnt sie. Es stellt sich eine Tiefe an Problemen dar und es geht erst mal gar nicht mehr darum, Gelder zu beantragen. Unerwartet ist Frau M. mit dem vierten Kind schwanger. Ihre älteren drei Kinder sind alles Mädchen und das ist für ihre Schwiegerfamilie aus Montenegro ein Problem. Frau M. ist in ihrem kulturellen Umfeld nämlich keine gute Frau, sie hat ihrem Mann noch keinen Sohn geboren. Ihr Mann und sie selbst sehen das anders, aber der familiäre Druck ist trotzdem hoch. Hinzu kommt, dass sie in Deutschland ganz allein sind und Schwierigkeiten haben, einen guten Job zu finden. Finanziell sieht es dementsprechend auch nicht rosig aus. Mit Frau M. habe ich mich anschließend öfter getroffen, denn alles in einem Gespräch zu klären und den benötigten Halt zu geben, ist nicht möglich.

Gruppe Fr kAuch im vergangenen Jahr hatte ich als Sexualpädagogin wieder die Möglichkeit für donum vitae köln viele wunderbare Projekte für Mädchen und Frauen in Köln anzubieten. Durch die großartige Unterstützung der Kirchengemeinde St. Theodor konnten wöchentliche Projekttage im Gemeindezentrum HöVi für die dort ansässige Gesamtschule, so wie für das Gymnasium in Kalk angeboten werden.

Darüber hinaus konnten wir ebenfalls regelmäßige Workshops für die Förderschule Kalk anbieten.

An allen Schulen gibt es einen hohen Bedarf an Unterstützung und unsere Arbeit wird dankbar angenommen und geschätzt.

Doch nicht nur Schulen bitten uns um Unterstützung. Bereits im zweiten Jahr leite ich das sexualpädagogische Projekt für Frauen in der JVA, welches auch von den erwachsenen Frauen sehr gut angenommen wird. Eine Vorbereitung auf ein stabiles Leben nach der Haft steht hier natürlich stets im Vordergrund.

Auch ein weiteres Projekt in einem Wohnheim für Mädchen findet mittlerweile regelmäßig statt.

GruppeDurch die Unterstützung der Kirchengemeinde St. Theodor in Vingst haben wir die Möglichkeit, den Jungen und Mädchen der 7.+ 9.Klassen des Gymnasiums Kalk und der Katharina-Henoth-Gesamtschule in einem kleinen Gemeindesaal außerhalb der Schule ein spezielles Angebot zur Verfügung zu stellen.

Wir alle sind dort Gäste und bekommen ein kostenloses Frühstücksbuffet angeboten.

Gute Voraussetzungen, um in angenehmer Atmosphäre sich auf ein aufregendes Thema einzulassen. Geschlechter getrennt arbeiten meine Kollegin Frau Reichenbach mit den Mädchen und ich mit den Jungen.

Die Entscheidung, Jungen und Mädchen getrennt zu unterrichten, kommt deren Bedürfnissen sehr entgegen. Ohne die Bewertungen des jeweils anderen Geschlechts können wir in den gleichgeschlechtlichen Gruppen einfacher miteinander ins Gespräch kommen. Die Workshops sind von Toleranz und Respekt geprägt.

Die Faktoren Geschlecht und Herkunft spielen in unserer Arbeit bei der methodischen Umsetzung eine wichtige Rolle. Eine stimmige eigene Identität auszubilden schützt vor Risiken und Gefahren und schafft ein gutes Selbstwertgefühl.

Welche Erfahrungen konnten die überwiegend migrantischen Jungen durch mein methodisches Vorgehen in einer reflektierten geschlechtshomogenen Gruppe machen?

Seit Jahren führt eine Vertreterin von donum vitae köln sexualpädagogische Arbeit mit Frauen in der Kölner Justizvollzugsanstalt durch. In einem Schreiben an den Justizminister des Landes NRW, Peter Biesenbach, wiesen wir auf die Wichtigkeit dieser Aufgabe hin und baten um eine gesicherte Finanzierung. Sie wurde uns für die nächsten fünf Jahre zugesagt.

Auch mit einem zweiten Anliegen hatten wir Erfolg. Wir machten auf die Notwendigkeit der Kostenübernahme von langfristig wirkenden Verhütungsmitteln an Frauen aufmerksam, die kurz vor der Entlassung stehen.

Der Justizminister betonte in seinem Antwortschreiben die Wichtigkeit unserer Arbeit und gab für beide Anliegen grünes Licht. Damit ist die Präventionsarbeit in der JVA Köln für die nächsten Jahre gesichert.

Marie-Theres Ley

Die Beraterinnen nahmen im Jahr 2018 an folgenden Fortbildungen und Fachtagungen teil:

„Zusatzfortbildung Schwangerschafskonfliktberatung – Sachthemenblock“

„Qualifizierung der Beraterinnen zur Umsetzung der vertraulichen Geburt“

„Weibliche Genitalverstümmelung (FGM): die Situation in Deutschland und Handlungsoptionen für Schwangerenberatungsstellen und Fachleute“

„Systemische Unterstützung von Trauernden“

„Liebe und tu, was du willst – Paarberatung in der Schwangerenberatung“

Netzwerk Frühe Hilfen Köln-Rodenkirchen

„ÜberForderung – Hintergründe – Auswirkungen – Hilfen“

10 Supervisionen, 4 Fachkonferenzen, diverse Arbeitskreise

999 Beratungsfälle  1.555 Beratungsgespräche  224 Informationskontakte

2018 konnten wir die Beratungszahlen aufgrund verbesserter Personalsituation deutlich steigern. Insgesamt fanden 999 Erstberatungen statt, davon fielen 706 Fälle auf die allgemeine soziale Beratung nach § 2 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) und 293 auf Konfliktberatungen nach § 5/6 SchKG. Es wurden im Berichtsjahr 1.555 Beratungsgespräche geführt. Hinzu kamen 224 Informationskontakte, das sind u.a. Telefongespräche mit Behörden und anderen Beratungseinrichtungen.

Alle KinderSKP 8018Liebe Mitglieder und Förderer!

Auch die schönsten Ereignisse im Leben einer Familie können - wenn sie sich gleichsam überschlagen - eine Überforderung bedeuten. So erging es Familie S.: Tochter Marie war acht Jahre alt, als nach einem längeren Kinderwunschprozess der Eltern die Zwillinge Fritz und Felix zur Welt kamen. Wenige Monate später wurde Frau S. unerwartet wieder schwanger, was nun eine enorme Herausforderung bedeutete. Sohn Julius wurde geboren, und es ist klar, dass Familie S. jetzt sehr viel Unterstützung benötigt. Wir halfen gerne, zum Beispiel durch die Mitfinanzierung eines Drillingskinderwagens aus unserem Notfonds sowie durch die Vermittlung einer ehrenamtlichen Familienpartnerin, um die Familie im Alltag zu entlasten.

Fr.Blum Foto Erich RadermacherLiebe Mitglieder und Förderer
von donum vitae Köln !

 Das Leben eines jeden von uns vollzieht sich in Etappen, großen und kleinen. Die jeweiligen Strukturen und Bedingungen sind sehr vielfältig und vielschichtig. Meistens werden sie durch andere Menschen, angefangen mit unseren Eltern, und durch bestimmte persönliche sowie äußere Umstände geprägt. In gewissem Umfang spielen aber auch unsere eigenen Entscheidungen, Anstrengungen, Wertvorstellungen und Einschätzungen eine Rolle.

 Immer wieder beginnen wir bei einem neuen Ausgangspunkt und streben ein altes oder neues Ziel an, wobei uns dieser Vorgang gar nicht immer bewusst sein muss.

Im Januar 2018 schrieb der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, einen Brief an Thomas Sternberg, den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, den er zuvor der Ständigen Konferenz der Bischöfe vorgelegt hatte. Darin erwähnte er donum vitae, worüber Thomas Sternberg die Mitglieder des ZdK unterrichtete und die Entscheidung als „wichtige Klärung“ und „qualitativen Sprung“ bezeichnete. Auch die Presse berichtete darüber. Kardinal Marx distanzierte sich von der im Jahr 2006 seitens der Bischöfe extrem formulierten Ächtung des Vereins donum vitae. Stattdessen lobte er anerkennend die Erfolge unserer Arbeit für den Lebensschutz und zeigte sich dankbar für die Hilfe, die donum vitae ratsuchenden Frauen und Ehepaaren leistet.

Prof.HerkenrathEr starb am 22. November 2017

Wir trauern um Pfarrer Gerhard Herkenrath, der donum vitae Köln seit den Anfängen intensiv begleitet und unterstützt hat. Unsere Gedanken sind bei Pfarrer Herkenrath in dankbarer und liebevoller Erinnerung.

 In unseren Herzen bleibt er fest verankert. Wir sehen ihn, wie er die Hl. Messe feiert. Wir hören, wie er predigt: klug, nicht salbungsvoll, sondern in eher sachlichem Tonfall, nachdenklich, differenziert, ohne Phrasen, in hohem Maße eindrucksvoll für Herz und Verstand von uns allen, die wir ihm konzentriert lauschen.

Schwanger und fremd – Erfahrungen aus der Beratungsarbeit

Täglich treffen wir mit Menschen aus anderen Kulturen zusammen. Es ist also notwendig, sich immer wieder mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

 Kultur ist ein für eine Gesellschaft, Organisation oder Gruppe typisches und unverzichtbares Orientierungssystem. Sie beeinflusst das Wahrnehmen, Denken, Werten und Handeln aller ihrer Mitglieder. Kultur umfasst Verhalten, Aussehen, kulturspezifisches Wissen, Gegenstände und eine ganz eigene Art, die Welt wahrzunehmen und zu bewerten.

Wie mag es wohl Menschen ergehen, die sich entschließen, in einem anderen Kulturkreis leben zu wollen oder zu müssen, weil der eigene Kulturkreis ihr Überleben nicht mehr sichert oder das eigene Leben/die Gesundheit sogar in Gefahr sind. Oder weil ihr eigener Kulturkreis ihnen plötzlich nicht mehr ausreichende Orientierungshilfen gibt.

zu GlueckskindWenn die Wände unserer Beratungsstelle berichten könnten von ihrer jahrelangen Zeugenschaft unseres Alltags, es würde sich ein riesiges Panorama auftun mit Tausenden ganz speziell berührender Einzelschicksale. Was diese verbindet: es geht immer, in irgendeiner Art und Weise, um das Thema Schwangerschaft.

 Auch am 6. September 2017 ereignete sich etwas innerhalb dieses Rahmens, zugleich aber sprengte es ihn komplett. In unserer Beratungsstelle kam ein Baby zur Welt!

Eine Klientin, Frau A., hochschwanger, war gegen Abend in einer dringenden Angelegenheit zu Frau Kitte-Fall gekommen und gerade wieder auf dem Weg nach draußen, als sich überraschend die Geburt ihres zweiten Sohnes ankündigte.

Neben der Konfliktberatung ist die allgemeine Schwangerenberatung ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit bei donum vitae. Täglich kommen Frauen, die eine Vielzahl an Fragen mitbringen.

 „Sie sind schwanger“…sagt der Test mit zwei kleinen Strichen. „Sie sind schwanger“ oder „Sie werden Eltern“ sagt der Arzt. Ab jetzt prasseln von allen Seiten Empfehlungen auf die werdende Mutter ein. Im Laufe der Schwangerschaft werden es immer mehr, so dass viele Frauen ganze „Baby-Ordner“ besitzen.

 Ein Ordner, der helfen soll, Überblick zu bewahren. Überblick? Worüber? Seit Jahrmillionen bringen Frauen Babys auf die Welt und das ohne Ordner.

reichenbachMein Name ist Annabell Sofie Reichenbach. Ich bin diplomierte Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin und befinde mich derzeit in zusätzlichen Weiterbildungen im Bereich der Psychotherapie. Seit Sommer 2017 arbeite ich freiberuflich für donum vitae Köln in verschiedenen sexualpädagogischen Projekten.

Für donum vitae betreue ich zurzeit mehrere Schulen im Raum Köln, in denen ich Projekte für Mädchen im Alter ab etwa 12 bis 18 Jahren anbiete. Zusätzlich biete ich sexualtherapeutische Projekte für Frauen in der Justizvollzugsanstalt Köln an.

Das differenzierte Angebot der Pränataldiagnostik ist heute ein selbstverständlicher Bestandteil der Schwangerenvorsorge und alle schwangeren Frauen kommen damit in Berührung. Die Schwangeren stehen unter Umständen auch vor der Frage, welche pränatal diagnostischen Untersuchungen sie neben den im Mutterpass vorgesehenen Untersuchungen in Anspruch nehmen wollen, und wie sie nach einem auffälligen Befund damit umgehen wollen.

Man unterscheidet hier zwischen invasiven (Fruchtwasseruntersuchung und Chorionzottenbiopsie) und nicht invasiven Untersuchungen (Ersttrimesterscreening und die neuen Blutuntersuchungen). Da die invasiven Untersuchungen mit einem -wenn auch einem geringen- Risiko für das Kind einhergehen, stellt sich für die Schwangere und ihren Partner die Frage, ob sie dieses Risiko tragen wollen.

E.PetersNeu im Team: Elena Peters

Mein Name ist Elena Peters, ich bin 26 Jahre alt und seit Ende November als Beraterin bei donum vitae Köln e.V. angestellt. Nach dem Abschluss meines Studiums im September 2016 machte ich noch eine Fortbildung zur systemischen Beraterin. Ich habe zunächst ein Jahr lang als Integrations- und Berufsberaterin in der Flüchtlingshilfe gearbeitet, bevor ich mich dann bei donum vitae beworben habe.

In meinem Studium der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule in Köln ist das 80 tägige Praxissemester ein wichtiger Bestandteil.
Nach meinem ersten Praktikum in einer Förderschule wollte ich nun den Bereich der Beratung besser kennen lernen. Mein Interesse an diesem Berufsfeld wurde vor allem durch ein Seminar der „systemischen Gesprächsführung“ geweckt.

Jetzt stellte sich lediglich die Frage, welcher soziale Bereich der Beratung es genau werden sollte.
Nach einer Recherche wurde mir schnell klar, dass der Bereich der Schwangerenberatung ein Feld sein könnte, in dem ich etwas über konfliktbezogene, psychosoziale und allgemeine Beratung lernen würde. Mein interessantes Bewerbungsgespräch bei donum vitae bestärkte mich in dieser Annahme, so dass ich mein Praktikum im September 2017 startete.

Erste Hilfe bei der Baby-AusstattungAuch im letzten Jahr konnten wir schwangere Frauen zur Taborstube vermitteln, die vom Verein „Hilfe für Frauen“ unter Leitung von Frau Gabriele Otten von einem ehrenamtlich tätigen Team betrieben wird. Hier können Mütter für wenig Geld (bei völliger Mittellosigkeit auch kostenlos) die Sachen besorgen, die sie nicht von ihrer Familie oder Freunden bekommen hatten oder die vom letzten Baby nicht mehr brauchbar waren.

860 Beratungsfälle -- 1.473 Beratungsgespräche -- 285 Informationskontakte

 Im Berichtsjahr fanden 860 Erstberatungen statt, von denen auf die allgemeine soziale Beratung nach § 2 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) 634 Fälle entfielen und auf Konfliktberatungen nach § 5/6 SchKG 226 Fälle. Insgesamt wurden 1.473 Beratungs-gespräche geführt. Hinzu kamen 285 Informationskontakte (z. B. Telefonate mit Behörden, Menschen des sozialen Umfeldes, anderen Beratungseinrichtungen und Pfarrgemeinden).

presseDie Schwankerenberatung "Donum Vitae" klärt mit Plakaten über K.o. - Tropfen auf.

So überschreibt der Kölner Stadt-Anzeiger einen Bericht über eine Kampagne von „Donum Vitae“, die mit Plakaten über K.o.-Tropfen aufklärt. Darin heißt es u.a.: „So suchen uns die meisten Opfer erst auf, wenn sie schwanger sind, sagt Claudia Kitte-Fall,  Beraterin bei Donum Vitae Köln. Und sie erzählt von Veronica. Verschüchtert und verängstigt suchte die 19- jährige vor einiger Zeit Rat in der Beratungsstelle am Heumarkt. Und eine Erklärung für ihre Schwangerschaft. »Ich habe weder einen Freund, noch hatte ich Sex», versicherte der verzweifelte Teenager der Beraterin. Und die glaubte ihr. Im Laufe der folgenden Beratungsgespräche stellte sich heraus, dass V. einige Wochen zuvor in der Wohnung von Freunden aufwachte, mit starker Übelkeit und ohne jede Erinnerung. Die junge Frau entschied sich, trotz aller Widrig- und Widerwärtigkeiten für das Kind - mit Hilfe ihres Glaubens und dem Argument: Es kann ja nichts dafür, dass es auf diese Weise gezeugt wurde. Nicht alle Frauen, die nach einem K.o.-Tropfen-Überfall Hilfe in einer der Donum Vitae Beratungsstellen suchen, sind in der Lage, ihr Kind auszutragen. Verständlicherweise.“ Kölner Stadt-Anzeiger, 7.2.2018

 

 

im leben

Asche von 1144 totgeborenen Kinder in Mühlheim beigesetzt

Die Urne ist wie in jedom Jahr rot.. "Die Farbe druckt Freude aus" sagt Hannelore Bartscherer, Vorsitzende des Kölner Katholikenausschusses. "Und Kinder bedeuten Freude." Gestern fand auf dem Katholischen Friedhof in der Sonderburger Straße in Mülheim zum fünften mal die Beietzung der Asche von 1144 totgeborencn Kindern statt. Die meisten waren an einem noch frühen Entwicklungsstadium durch Schwangerschaftsabbrüche zur Welt gekommen.. "Diese Kinder hatten im Leben keinen Platz" . so Bartschorer. "Nun geben wir ihnen einen Platz in unserer Gemeinschaft." In der Trauerhalle steht die Urne Zwischen brennenden Kerzen, eine Frau hat ein Blumengesteck dazu gelegt. " Im Haus des Herrn darf ich wohnen für langte Zeit",  spricht Pfarrvikar Hatto von Hatzfeld mit Mitgliedern der Gemeinde St. Clemens und Maurtius den Psalm 23 .

Großer Dank ...an den Arbeitskreis “Hilfe für Frauen“

Wie in den Vorjahren bedanken wir uns ganz herzlich bei Frau Gabriele Otten und ihrem Team für die gute Zusammenarbeit und ihre großartige ehrenamtliche Hilfe. Im Jahr 2016 konnten wir 80 Klientinnen einen Termin in ihrer Taborstube vermitteln. Die schöne Bilanz: 65 Schwangere erhielten eine Erstausstattung. 36 fanden einen Erstlingskinderwagen, sieben einen Geschwister- oder Zwillingswagen, 15 ein Bettchen oder Wiegen und 11 einen Maxi Cosi. Darüber hinaus konnte auch anderer Bedarf gedeckt werden an Badewannen, Flaschenwärmern, Wickelauflagen, Bauchtragen usw. Manche Klientinnen kamen auch zum wiederholten Mal, so dass zusätzlich 94 heranwachsende Säuglinge eingekleidet wurden. Zudem wurden 12 Buggys und fünf Autositze vergeben. Frau Otten schrieb uns: „Die Zusammenarbeit mit donum vitae empfinden wir immer wieder als besonders angenehm, Ihre Klientinnen sind am besten darüber informiert, was sie bei uns erwarten können und gehören durchweg auch zu den zuverlässigsten Kundinnen.“

Fr.CelenkAbschied nehmen. Was heißt das genau? Wir verabschieden uns jeden Tag von Menschen. Wir sagen „Tschüss“ und „Bis bald“ und „Auf Wiedersehen“. In den meisten Fällen kommt es auch zu diesem Wiedersehen. Die Zeit zwischen diesem Abschied und dem Wiedersehen ist mal kürzer und mal länger. Doch was passiert, wenn es kein Wiedersehen mehr geben kann? Zumindest kein Wiedersehen mit unseren Sinnen, kein Sehen, kein Hören, kein Fühlen?

Fr.BlumLiebe Mitglieder und Förderer von donum vitae Köln !

Wenn wir das menschliche Leben mit einer Seefahrt vergleichen, was oft geschieht, kommen uns nicht nur lustige Lieder in den Sinn. Fast zwangsläufig – durch aktuelle Katastrophen noch verstärkt – drängen sich auch Vorstellungen auf von stürmischen Meereswogen, die das Schiff bedrohlich ins Schwanken versetzen, und solche von der oft verzweifelten Suche nach einem sicheren Hafen. Hier ist Hilfe dringend erforderlich und ein Anker für sicheren Halt.

Bereits in der frühchristlichen Kunst galt der Anker als Symbol der Hoffnung. Später wurden mit den Symbolen Kreuz, Herz und Anker die Tugenden „Glaube, Liebe, Hoffnung“ verkörpert. In stürmischen Lebens- und Gefühlssituationen befinden sich fast alle Frauen und Paare, die zu uns in die Beratung kommen. Es ist keine leichte Aufgabe für unsere Beraterinnen, die jeweils ganz individuellen Notlagen zu analysieren, um die richtigen Hilfestellungen anbieten zu können. Umso mehr tut es ihnen gut, wenn sie das Gelingen ihrer Arbeit erleben dürfen.

Fr.BarschKinder und Jugendliche sind heutzutage vielfältigen Einflüssen ausgesetzt, insbesondere durch die digitale Welt. Dies hat auch gravierende Auswirkungen auf ihre Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung. In sexualpädagogischen Projekten in der Erprobungsstufe (Klasse 5/6) wird dieser Aspekt in den Fokus genommen. Wie können Mädchen und Jungen in dieser schwierigen Lebensphase in ihrer individuellen Entwicklung begleitet und unterstützt werden?

Der „Ausgrenzungsbeschluss“ der Deutschen Bischofskonferenz von 2006

Dr.Eilers„Bei dem privaten Verein donum vitae handelt es sich um eine Vereinigung außerhalb der katholischen Kirche.

Personen, die im kirchlichen Dienst stehen, ist eine Mitwirkung bei donum vitae e.V. untersagt. Auch der Austausch von Personal ist nicht gestattet.

Der Ständige Rat ersucht die Gläubigen, die in kirchlichen Räten und Mitwirkungsgremien sowie den kirchlichen Verbänden und Organisationen Verantwortung übernehmen, auf eine leitende Mitarbeit in donum vitae e.V. zu verzichten.“

Das sind die Kernaussagen der „Klarstellung zum Rechtsstatus der Initiative donum vitae e.V. und ihrem Verhältnis zur Schwangerschaftsberatung der katholischen Kirche in Deutschland“ – so der etwas umständliche Titel des Textes, den die deutschen Bischöfe am 20. Juni 2006 veröffentlichten. Unmittelbar danach haben führende katholische Laien gegen diesen Beschluss, der von vielen Katholiken, insbesondere aber von Mitgliedern und Mitarbeiter/innen von donum vitae als diskriminierend empfunden wurde, protestiert und seine Aufhebung gefordert. Aber dieser Vorstoß blieb ohne Erfolg.

Fr.Flink„Hurra! Ella ist endlich zu Hause!“ So erhielt ich eine Geburtsanzeige von Eltern, die während der Schwangerschaft sowie nach der Geburt von mir beraten und begleitet wurden. Auf der Rückseite der Karte stand geschrieben: „Hurra! Wir freuen uns sehr, dass Ella nach 133 Tagen in der Uniklinik Köln endlich zu Hause ist!“ Meine spontane Reaktion darauf: „Auch ich freue mich, dass Ella es geschafft hat, nach Hause zu kommen.“

Das Ehepaar Müller (Name geändert), Frau Müller 36 Jahre und Herr Müller 38 Jahre alt, kamen in der 14. Schwangerschaftswoche zu mir in die Beratung. Frau Müller war das erste Mal schwangerund sollte Zwillinge bekommen.In der 13.Schwangerschaftswoche war es unerwartet zu einem Blasensprung gekommen. Wenn es in einer frühen Schwangerschaftswoche zu einem Blasensprung kommt, kann dies oft bedeuten, dass eine Fehlgeburt eintritt. Seitens der Ärzte wurde eine schlechte Prognose für die Entwicklung und das Überleben der Kinder gestellt. Ursachen für eine Frühgeburt können beispielsweise Störungen an der Gebärmutter oder der Plazenta, ein vorzeitiger Blasensprung, Wachstums-, Entwicklungs- und Versorgungsdefizite, eine Infektion im Genitalbereich, Mehrlingsschwangerschaften, oder Fehlbildungen beim Ungeborenen sein. In den vergangenen Jahren hat sich die Medizin stets weiter entwickelt und die Behandlungsmöglichkeiten von Frühchen haben sich extrem verbessert.

Fr.KitteBeratung bei unerfülltem Kinderwunsch

Laut Allensbacher Institut sind etwa 1,5 Mio. Menschen in Deutschland vorübergehend oder permanent von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen. Wir Beraterinnen werden in den letzten Jahren zunehmend mit dieser Problematik konfrontiert. Deshalb beschloss unser Vorstand, dieses Thema als besonderes Beratungsangebot in unseren Aufgabenkatalog aufzunehmen.

Ich hatte die Gelegenheit, mich in einer drei mal dreitägigen Weiterbildung intensiv mit dem Thema zu befassen. Diese Weiterbildung, die mit einer Zertifizierung einhergeht, wird vom Bundesnetzwerk Kinderwunschberatung in Deutschland (BKiD) mit Sitz in Heidelberg angeboten.

vorstand
AllFr.Huss u.BlumDank von der Vorsitzenden: Carola Blum überreicht der scheidenen Schatzmeisterin Ursula Huss einen prächtigen Blumenstrauße vier Jahre findet satzungsgemäß die Wahl der ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder statt. Am 8. Juni 2016 war es wieder einmal soweit. Die Mitgliederversammlung sprach sich einstimmig für eine weitere Amtszeit des geschäftsführenden Vorstands aus: Carola Blum als Vorsitzende sowie Marie-Theres Ley und Josef Winkelheide als stellvertretende Vorsitzende. Ebenfalls wurden wiedergewählt: Jean Christopher Burger, Renate Canisius, Ursula Hoffmann, Brigitte Klipper, Dr. Wolfram Landmann, Barbara Reimann und Dr. Klaus Zimmermann.

Artikel Soretha August 2016 neuDer Verein donum vitae Köln, der am Heumarkt seine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle betreibt, bestätigte seine Vorsitzende Carola Blum im Amt.
Zum fünften Mal in der sechzehnjährigen Geschichte von donum vitae Köln fanden satzungsgemäß Vorstandswahlen statt. Die Mitgliederversammlung sprach sich einstimmig für eine weitere vierjährige Amtszeit des geschäftsführenden Vorstands aus: Carola Blum als Vorsitzende sowie MarieTheres Ley und Josef Winkelheide als stellvertretende Vorsitzende. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Jean Christopher Burger, Renate Canisius, Anne Henk-Hollstein, Ursula Hoffmann, Brigitte Klipper, Dr. Wolfram Landmann, Barbara Reimann und Dr. Klaus Zimmermann.

Fr blum

 Liebe Mitglieder und Förderer von donum vitae Köln !
Manche werden sich noch erinnern an eine Bezeichnung, die sich anscheinend aus unserem Sprachgebrauch verabschiedet hat. Über eine schwangere Frau sagte man: „Sie ist guter Hoffnung“. Diese Hoffnung drückte die Freude aus, ein Kind zu erwarten, verbunden mit dem Wunsch, es möge gesund zur Welt kommen.
Offenbar wurde die „gute Hoffnung“ aber nur verheirateten Frauen zugestanden, denn eine „uneheliche Mutter“ wie auch ihr „uneheliches Kind“ waren mit einem Stigma behaftet, was in der Regel mit erheblichen sozialen Nachteilen verbunden war. Eindrucksvoll hat Goethe in seinem „Faust“ ( Teil 1, 1808 ) in der Figur Gretchens die Situation einer solchen Mutter gezeigt, die in ihrer Verzweiflung ihr Kind ertränkte. Was im Drama die Menschen rührte, führte in der Realität noch lange nicht zu einem Umdenken, zumal wenn „Standesunterschiede“ eine Rolle spielten.

Artikel KR v.16.06 neuAls Vorsitzende des Vereins Dorium vitae wurde jetzt Carola Blum für eine weitere vierjährige Amtszeit von der Mitgliederversammlung einstimmig bestätigt. Stellvertreter sind Marie-Theres Ley und Josef Winkelheide. Donum vitae betreibt am Heumarkt die Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle.
2015 konnte das Beratungsteam 1091 Erstberatungen mit 2530 Beratungsgesprächen durchführen. Zu dem fanden 83 sexualpädagogische Veranstaltungen statt. In der ersten Hälfte 2016 sind die Beratungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum enorm gestiegen. (bpo)

https://www.rundschau-online.de

 

In unserer Stadt Köln mit all ihren Stadtteilen erleben wir seit jeher eine kulturelle Vielfalt, die unsere bunte Gesellschaft widerspiegelt. Die Menschen und Familien, die hier leben, sind vielfältiger Herkunft, verschiedener Religionen, unterschiedlicher Hautfarbe. Uns allen gemeinsam ist die Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit und Sicherheit. Das ist der legitime Wunsch jedes Menschen.

Wir, der Vorstand und das Team von donum vitae Köln e.V., wünschen uns ein friedliches Zusammenleben aller Menschen, die in unserer Stadt eine Heimat haben oder suchen. In unserer pluralen Gesellschaft gehört es dazu, unterschiedliche Wertvorstellungen zu haben. Auf dieser Basis kann man sich begegnen, auch streiten - mit gegenseitigem Respekt und immer auf der Grundlage unseres Grundgesetzes. Dazu gehört auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Wir lehnen jede Form von Intoleranz und Rassismus ab. Wir begrüßen in unserer Stadt eine weltoffene, friedliebende, annehmende und wohlwollende Atmosphäre. Wir hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt, und arbeiten mit daran.  

sternbergWir sprachen mit Herrn Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

  • Herr Prof. Sternberg nach Ihrer Wahl zum Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) haben Sie gefordert, dass das Engagement katholischer Christen in der Schwangerschaftskonfliktberatung bei donum vitae auch von den Bischöfen gewürdigt werden sollte.

Nach meiner Wahl habe ich einige Briefen erhalten, in denen gefordert wird, das Zentralkomitee solle sich doch mehr einsetzten für das ungeborene Leben. Dazu möchte ich in aller Klarheit sagen: Wenn sich irgendjemand in diesem Land konsequent für das ungeborene Leben eingesetzt hat, dann war es das Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Das war über Jahre hinweg sogar das beherrschende Thema des Zentralkomitees.

Und dass dann die Katholiken bei einer gesetzlichen Regelung, die einzigartig ist in Europa, nämlich einer Pflicht zur Beratung vor der Abtreibung, einer Beratung, die dem Schutz des ungeborenen Lebens dienen muss, gesagt haben: da werden wir jetzt mithelfen, dass diese Beratung auch geschieht, - dann ist das ein Einsatz für das ungeborene Leben von hohem Grad. Es gehört zu den erschreckenden Erfahrungen, dass in der Folgezeit dieser Einsatz so verdreht wurde, dass in der Weltkirche der Eindruck entstehen konnte, das Zentralkomitee, die Laien in Deutschland, seien für Abtreibung. Nichts ist falscher.

Pfarrer MarreHin und wieder kommt es vor, dass eine Frau im Schwangerschaftskonflikt gerne mit einem Priester sprechen möchte. Pfarrer Marré stellte sich immer sofort zur Verfügung. Es kam zu einem Treffen, entweder in der Beratungsstelle oder auch bei ihm zuhause. Er war jedes Mal sehr betroffen über das große Leid, in dem die Frauen sich befanden und über ihre Gefühle der Ausweglosigkeit. Immer hatte er nur gute Worte für diese Frauen gefunden, was für ihre verwundeten Seelen eine Wohltat war. Sie fühlten sich durch die seelsorgerische Zuwendung in ihrer Not verstanden. Er hatte aber auch immer Zeit für Gespräche mit uns Beraterinnen. In diesen betonte er seinen großen Respekt vor unserer Arbeit, die für ihn ein wichtiger und unerlässlicher Dienst war, auch im Sinne unserer Kirche.

Claudia Kitte-Fall,

Beraterin

Pfarrer MarreAls er am 18. Juli 2015 im Alter von 85 Jahren starb, war das nicht überraschend. Für alle, die ihn kannten und schätzten, aber auch für ihn selbst nicht. Er hatte sich im Wissen um seine schwere Erkrankung schon lange vorher in ein Hospiz begeben. Bei meinen Besuchen äußerte er in beinahe heiterer Gelassenheit sein Erstaunen darüber, dass er noch lebte.

 Auch in dieser Zeit war er aber präsent geblieben mit der wunderbaren,selbstverständlichen Ausstrahlung seines liebevollen und liebenswürdigen Wesens. Und diese Präsenz endete auch nicht mit seinem Tod, wie es alle empfanden, die beim Trauergottesdienst am 24. Juli in der völlig überfüllten Sinnersdorfer Pfarrkirche an ihn dachten, später auf dem Friedhof und beim anschließenden Beisammensein. „Gottesmann und Menschenfreund“ heißt es über ihn in der Todesanzeige, und in dieser Ausgewogenheit des Werteverständnisses ist seine Persönlichkeit wohl sehr zutreffend charakterisiert.

Hier finden sie eine Radiosendung die anlässlich des Papstbesuchs 2011 vom Deutschlandfunk über donum vitae und seine Arbeit in Köln produziert wurde.  Die Sendung wurde am 1.9.2011 um 19:15 Uhr im DLF-Magazin unter dem Titel „Mitten im Leben  - donum vitae neben der katholischen Kirche“ ausgestrahlt.

Um den ca. 5 minütigen Radiobericht zu hörnen klicken Sie einfach auf den Palybutton.



Hier als PDF Downlaod

Und hier das Sendemanuskript: 

Norbert LammertNorbert Lammert / Foto: Gerd Seidel CC BY-SA 3.0
Festrede anlässlich des Festaktes „10 Jahre Donum Vitae“ am 23. Oktober 2009 in Berlin von Prof. Dr. Norbert Lamme, Präsident des Deutschen Bundestages

 

Verehrte, liebe Frau Waschbüsch,
sehr geehrter Herr Präsident des Zentralkomitees, lieber Herr Meyer, meine Damen und Herren,

Ich fang mal ganz vorsichtig an: In wenigen Wochen geht ein Jahr zu Ende, das durch eine bemerkenswerte Serie bemerkenswerter Gedenktage und Festtage gekennzeichnet war, die an herausragende Ereignisse der Geschichte unseres Landes im vergangenen Jahrhundert erinnern, die sich nicht alle in gleicher Weise zum Feiern eignen.

Vor 90 Jahren wurde die Weimarer Reichsverfassung verabschiedet, der erste mutige Versuch, in Deutschland eine parlamentarische Demokratie zu etablieren - ein Versuch, der bekanntlich nach weniger als 14 Jahren zu Ende war.

Vor 80 Jahren ereignete sich die sogenannte Weltwirtschaftskrise, an die zu erinnern es erstaunlich aktuelle Gründe in den vergangenen Monaten gegeben hat.

Vor zehn Jahren beendete die katholische Kirche die Schwangerschaftskonfliktberatung

Es war das Ende der katholischen Schwangerschaftskonfliktberatung und zugleich der Anfang der nicht-kirchlichen Beratung. Im Januar 1998 entschied sich, dass Abtreibungen, trotz Beratung, nicht länger mit den ethischen Auffassungen des Papstes vereinbar waren. Die Kirche überließ nun die Verantwortung anderen wie dem Verein Donum Vitae.

Von Hajo Goertz

Edith, eine Bibliothekarin vom Niederrhein, glaubte sich 1996 in einer ausweglosen Lage:

"Zum Zeitpunkt, als ich feststellte, dass ich schwanger bin, war meine Beziehung in einer sehr kritischen Phase. Und wir haben uns dann auch getrennt trotz des Wissens um ein Kind, das kam. Für mich stellte sich die Frage, bin ich psychisch stabil genug, um dieses Kind austragen zu können, um ihm ein lebenswertes Leben bieten zu können. Das war damals schon eine sehr kritische Situation für mich, und ich habe damals schon mir überlegt oder auch gezweifelt, ob ich dieses Kind austragen könnte."

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