Fr. BlumLiebe Mitglieder, Förderer und Förderinnen von donum vitae Köln !

LOCKDOWN : länger als ein Jahr schon bestimmt dieser Begriff mit einschneidenden Konsequenzen unseren Alltag. Im amerikanischen Sprachgebrauch, aus dem er stammt, bezeichnete er ursprünglich eine lokal begrenzte „Absperrung“ von einigen Stunden oder Tagen, um etwa bei einem Terroranschlag oder Amoklauf den Täter zu bremsen und mögliche Opfer zu schützen.

Wie aber sollen „Absperrungen“ funktionieren, wenn unzählige „Attentäter“ es in Windeseile schaffen, Menschen auf der ganzen Welt zu bedrohen? Die gefährlichen Corona-Viren haben uns diesbezüglich vor ungeahnte Herausforderungen gestellt, und notwendige „Lockdowns“ mussten ebenfalls in Windeseile überall durchgeführt und – nach Maßgabe neuer Erkenntnisse oder Umstände – auch immerzu verändert werden. Alle Lebens- und Arbeitsbereiche sind potentiell betroffen, und somit sind alle Menschen in die Verantwortung genommen.

Es gab zunächst eine große Verunsicherung, wie es in Zeiten von Corona mit den Fort- und Weiterbildungen sowie der Teilnahme an Arbeitskreisen und Netzwerktreffen weitergehen sollte. Erst wurden alle Veranstaltungen abgesagt
oder auf den Herbst verschoben. Doch dann fanden sich Möglichkeiten, solche Events auf virtuellem Wege stattfinden zu lassen.
Noch persönlich konnten wir im Januar an dem „Tag der Achtsamkeit“ teilnehmen, den unser Landesverband jedes Jahr für alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anbietet. Dies galt auch für Supervisionen, die aber immerhin in Form einer persönlichen Gesprächsrunde in der Beratungsstelle durchgeführt werden konnten, nachdem alle notwendigen Corona-Schutzmaßnahmen ergriffen worden waren.

Empathische Beratung auf AbstandWir wurden alle überrascht von dieser schlimmen Corona Pandemie. Zuerst waren wir total verunsichert und wir wussten nicht wie unter diesen Umständen Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung funktionieren sollte.

Aber wir wussten auch sehr schnell, dass die Beratung von Schwangeren ‚systemrelevant‘ ist. Von der Landesregierung wurden die Schwangerenberatungsstellen aufgefordert, dieses Beratungsangebot auf jeden Fall fortzuführen.

So wurden wir sehr einfallsreich bei der Gestaltung der Gesprächssituationen. In den ersten Wochen haben wir sehr viele telefonische Beratung durchgeführt. Aber schon bald war für mich und meine Kolleginnen klar, dass es immer besser ist, wenn man mit den Schwangeren persönlich im Gespräch ist, wenn man sich anschauen kann und die Mimik und Gestik des/der anderen wahrnimmt und darauf reagieren kann.

Gott sei Dank ging es ja schon immer weiter in den Frühling hinein und das Wetter war sehr schön, so dass wir unsere Beratungen einfach draußen machen konnten, und es waren ja im ersten Lock down kaum Menschen unterwegs. Entweder saßen wir auf einer Bank auf dem Heumarkt oder bei der Kirche Groß St. Martin oder wir sind am Rhein entlang spaziert. Auch so waren gute Gespräche möglich. Das empfanden auch die meisten Klient*innen so, sie waren teilweise sogar dankbar für die face to face Beratung.

bauchDas Jahr 2020 stellte viele Menschen vor vielfältige Herausforderungen. Schwangere Frauen waren davon besonders betroffen. Die Auswirkungen davon haben wir auch in unserer Arbeit gespürt. Viele Sorgen und Ängste wurden an uns herangetragen. In welchem Krankenhaus darf einen der Partner unter der Geburt begleiten? Darf auch eine andere Person mit zur Geburt kommen? Was ist, wenn die Schwangere jemanden braucht, der ihr die deutsche Sprache übersetzt? Besonders tragisch wird es, wenn Väter bei keinem Ultraschall dabei sein können und es später zu einem auffälligen Befund kommt.

Ellen TimmermannsIm Anschluss an meine Elternzeit arbeite ich nun seit Dezember 2020 als Beraterin bei donum vitae in Köln am Heumarkt. Sehr positiv wurde ich hier in das Team erfahrener Mitarbeiterinnen aufgenommen. Und auch die Begrüßung und Unterstützung vom Vorstand und das erste Telefonat mit unserem Landesverband waren sehr herzlich.

Nach meiner zweijährigen Weiterbildung zur Systemischen Beraterin war für mich klar, dass ich in der Beratung tätig werden möchte. Meinen Jobeinstieg hatte ich in der Freiwilligenarbeit. Auch dort, in der Begleitung von Jugendlichen, war Beratung und (Krisen-)Intervention immer wieder notwendig. Anschließend habe ich als Dozentin in einem pädagogischen Schulungszentrum gearbeitet und nebenher selbstständig Familien-, Paar- und Einzelberatungen angeboten.

Nun bin ich selber Mutter. Ich habe am eigenen Leib gespürt, welchen Einfluss eine Schwangerschaft auf das Leben einer Frau haben kann. Mich für andere Menschen in dieser besonderen Zeit einsetzen zu können, ist für mich eine Herzensangelegenheit. Dies gilt insbesondere für Menschen, die in Unsicherheit schwanger sind. Auch hier in Deutschland gibt es das: wohnungslose Frauen, die kurz vor der Geburt stehen, oder Frauen ohne Krankenversicherung. Bei uns finden diese Frauen bzw. Paare ein Stück Sicherheit. Sie werden aufgefangen.

Bernadette Rüggeberg – 19 Jahre lang LandesgeschäftsführerinUnser Landesverband vertritt gebündelt die Interessen von 40 Ortsvereinen landesweit.

Er hält die Verbindung zum Familienministerium in Düsseldorf sowie zum Diözesan-caritasverband in Münster, der in NRW als Zwischenträger fungiert für die Mittel aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens“.

„Gleich um die Ecke“ - wenige Meter entfernt von unserer Beratungsstelle, ist die Geschäftsstelle des Landesverbands donum vitae NRW.

Das klingt nach „Büro“, nach PC und Akten. Aber dahinter verbirgt sich breite und wirksame Unterstützung, auch für donum vitae köln,für die hauptberuflichen Mitarbeiter*innen und ehrenamtlichen Vorstände.

Was macht so ein Landesverband im einzelnen? Oder, anders gefragt: Was haben wir von ihm? Hier ist ein starkes Team am Werk. Viele Telefonate, Mails, Anregungen, Hilfen, Ermutigungen waren und sind uns wertvoll – schon seit Beginn vor mehr als 20 Jahren.

Neunzehn Jahre lang war Bernadette Rüggeberg die Landesgeschäftsführerin.

n cloud2020 wird vielen von uns immer als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem, getrieben durch die Pandemie, auch zahlreiche digitale Werkzeuge in unserem Alltag einen festen Platz bekamen. Die Webcam an unseren Notebooks gab es schon lange, aber wer hat sie schon genutzt? 2020 wurden diese Kameras zusammen mit Videokonferenzsoftware für viele zu einem quasi Standardkommunikationsmittel, mit dem man von Zuhause aus in Kontakt mit seinen Mitmenschen bleiben konnte. Auch für unsere Beratungsstelle wurde schnell deutlich, dass wir hier Möglichkeiten nutzen wollten, um Hilfesuchenden auch unter den schwierigen Bedingungen der Pandemie neben dem Telefon eine zusätzliche virtuelle Kontaktmöglichkeit zu bieten.

Wenn Frauen, Männer oder Paare nicht zur Beratung finden, müssen Berater und Beraterinnen zu ihnen kommen. Deshalb sind sie die Zielgruppe eines innovativen Beratungsansatzes von donum vitae e. V., der am 1. Mai 2019 unter dem Modellprojekt-Titel „HeLB – Helfen. Lotsen. Beraten.“ gestartet ist. Berater und Beraterinnen sollen den Weg zu ihren Klienten und Klientinnen finden und sich flexibel auf die jeweiligen Bedürfnisse der  - vornehmlich weiblichen
- Zielgruppen einstellen. Dazu sollen sie neue Wege in der mobilen Beratung erschließen, neue Wege, sprachlich eine Brücke zu bauen, neue Wege in der digitalen Kommunikation alles, um den Zugang zu der Beratung, auf die alle Frauen ein Recht haben, möglichst niedrigschwellig zu gestalten. HeLB hat Frauen im Blick, denen aus vielerlei Gründen die Teilhabe am Hilfe- und Beratungssystem erschwert ist. Da sind zum Beispiel Frauen mit Migrationshintergrund, die sich nur schlecht im deutschen Gesundheitsund Beratungssystem zurechtfinden. Frauen mit einer psychischen bzw. Suchterkrankung, die keinen Weg aus der Sackgasse ihrer Nöte finden. Oder Frauen mit körperlichen, geistigen oder Sinnesbeeinträchtigungen, deren Mobilität eingeschränkt oder denen das Angebot der Schwangerschaftskonfliktberatung unbekannt ist.

Diese alte Weisheit war für uns einer der Gründe für die Einrichtung des Notfonds. In der Beratungsarbeit nimmt die soziale Beratung einen großen Raum ein. Viele Frauen haben finanzielle Nöte und erhoffen sich bei donum vitae Rat. Die „Bundesstiftung Mutter und Kind“ ist dabei eine große Hilfe. Die Stiftungsgelder sind für Schwangere gedacht. Sie können für Schwangerenkleidung, Baby-Ausstattung und Wohnungseinrichtung oder Mietzuschüsse ausgegeben werden.

Letztere können nur genehmigt werden, wenn die Hilfen über andere staatliche Stellen, z.B. das Jobcenter ausgeschöpft sind. 2019 konnten wir aus Bundesstiftungs-Mitteln 307 Anträge bewilligen. Im Durchschnitt sind das 500 bis 600 € pro Klientin. In der Regel dauert es zwei bis drei Wochen, bis das Geld ausgezahlt werden kann.

Würdige Bestattung für SternenkinderAuch wenn sie vor, während oder kurz nach der Geburt sterben: Sternenkinder haben ein Recht auf eine würdige Bestattung.
Auf dem Gräberfeld der katholischen Gemeinde St. Pankratius am Worringer Bruch können Sternenkinder unabhängig von Konfession oder Wohnort der Eltern bestattet werden.
Auch auf anderen Friedhöfen gibt es solche Bestattungsorte für Sternenkinder.
Über St. Pankratius gibt es Informationen unter https://einsternenkind.wordpress.com oder vom Pfarrbüro (Tel. 0221-1261400).
Anschrift des Friedhofes: Heinrich-Latz-Straße,
50765 Köln-Roggendorf-Thenhoven.
Bilder: Marita Heider

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Taborstube half mehr als 100 Müttern2020 war ein Jahr, das uns vor ganz neue Herausforderungen stellte.

Im März war klar: „Die Mitarbeiterinnen der Taborstube dürfen nicht mehr arbeiten. Der Keller ist zu schlecht zu belüften und niemand weiß, wie hoch die Ansteckungsgefahr ist.“

Was aber sollten wir mit den Hilfe suchenden Müttern machen? Zunächst haben wir, soweit es ging, die Termine verschoben. Aber die Babys kamen weiter zur Welt, Eltern verloren in Folge der Pandemie ihre Arbeit oder kamen in Kurzarbeit. Mancher Minijob ging verloren. Flohmärkte fanden nicht mehr statt und somit gab es für viele kaum Möglichkeiten, in Eigeninitiative preiswerte Kindersachen zu erstehen.

Über 100 schwangere Frauen wurden 2020 von Beratungsstellen und Familienhebammen an unsere Taborstube verwiesen. Familienhelferinnen und Flüchtlingsunterkünfte schickten zusätzlich Mütter in finanzieller Notlage zu uns, die z.B. nicht wussten, wie sie den Ranzen für die Einschulung oder die vorgeschriebene Regenkleidung für die Kita finanzieren sollten. Alle übrigen Termine gingen an „Stammkunden“.

dankeNicht nur im Schwangerschaftskonflikt wird unsere Beratungsstelle aufgesucht. Einen Überblick über das große Spektrum unserer Beratungs- und Hilfsangebote gibt Ihnen unsere Aufstellung zur Statistik...

Realisierbar ist diese wichtige Vielfalt nur dadurch, dass wir öffentliche Zuschüsse ergänzen können durch die großzügige Unterstützung von privater Seite.

Ganz herzlich danken wir:

  • der Dr. Franz Stüsser-Stiftung

  • Ernestine Carl-Schumann für große Spenden aus dem Erlös ihrer Handarbeiten

  • dem Verein „Hilfe für Frauen“ unter Leitung von Gabriele Otten für Sachspenden

  • der Sparkasse KölnBonn für ihre Spende

  • allen, die uns durch ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden unterstützt haben

  • allen, die aus einem besonderen privaten Anlass zu Spenden aufgerufen haben

  • unserem ehrenamtlichen Fachteam : Frau Hoffmann (Rechtsanwältin), Frau Dr. Scholz (Gynäkologin), Frau Schreiber (Psychotherapeutin)

  • allen, die durch ihr ehrenamtliches Engagement auf verschiedenen Gebieten unsere Arbeit unterstützt haben.

 

978 Beratungsfälle   1.607 Beratungsgespräche   559 Informationskontakte

In 2020 fanden insgesamt 978 Erstberatungen statt, von denen auf die allgemeine soziale Beratung nach § 2 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) 687 Fälle entfielen und auf Konfliktberatungen nach § 5/6 SchKG 291 Fälle. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 1.607 Beratungsgespräche geführt. Hinzu kamen 559 Informationskontakte (Telefongespräche mit Behörden und anderen Beratungseinrichtungen).

Frau BlumLiebe Mitglieder und Förderer von donum vitae köln

LEBEN : ein sehr komplexer und auch abstrakter Begriff !

Wir müssen also präzisieren, dass es bei unserem Einsatz um menschliches Leben geht, speziell um das von Mutter und Kind während einer Schwangerschaft.

Unsere Hilfsangebote sind nicht medizinischer Art, sondern wir nehmen die psychischen und sozialen Gegebenheiten und Bedürfnisse der beteiligten Personen in den Blick.

Für jedes Kind müssen wichtige Entscheidungen durch Erwachsene getroffen werden, in der Regel Mutter und/oder Vater. Ein Kind im Mutterleib befindet sich in noch extremerer Abhängigkeit von seiner Mutter. Wobei diese oft mit ihren Gefühlen zwischen Hoffen und Bangen verortet ist angesichts vieler Unwägbarkeiten, medizinisch und sozial.

Frau Rita WaschbüschUnter diesem Motto feierte der Bundesverband von donum vitae am 13./14. September 2019 in Karlsruhe sein zwanzigjähriges Bestehen.

Nach der Wiedervereinigung wurde der Paragraf 218 neu geregelt. Seitdem gilt in der Bundesrepublik eine Art „Fristenlö-sung mit Beratungspflicht“. Das heißt, eine Abtreibung bleibt während der ersten 12 Schwangerschaftswochen straffrei, wenn sich die Schwangere vor dem Abbruch hat beraten lassen. Diese Beratung durch anerkannte Beratungsstellen muss schriftlich dokumentiert werden. Caritas und SkF übernahmen im Bereich der katholischen Kirche die Schwangeren-Konfliktberatung. Im Jahr 1997 waren zum Beispiel mehr als 20.000 Frauen zu einer kirchlichen Beratungsstelle gekommen, rund 5.000 hatten sich nach der Beratung für das Kind entschieden. Jeder Hilfesuchenden war der Schein ausgestellt worden.

Unter den Bischöfen war die Haltung zu dieser Regelung sehr unterschiedlich. Schließlich wurde die Frage dem Papst zur Entscheidung vorgelegt. Er lehnte den deutschen Weg ab. Daraufhin stiegen nach und nach alle Bistümer aus der staatlichen Konfliktberatung aus. Bei den katholischen Laien war der Unmut groß.

Nach allen Erfahrungen der Beraterinnen war der Ausstieg der falsche Weg, ungeborenes Leben zu retten. Denn ohne die Möglichkeit, sich im Konflikt die Beratung bescheinigen zu lassen, kommen die hilfesuchenden Frauen nicht.

Herr Winkelheide"Wie verabschiedet man ein Urgestein, das seit der Gründung 1999 zum Fundament von donum vitae köln gehört?

Am liebsten gar nicht !

Aber natürlich müssen wir Dir, lieber Josef, den wohlverdienten Ruhestand ( wie man so schön sagt ) gönnen.

Ich glaube, ich verstoße nicht gegen den Datenschutz, wenn ich verrate, dass Du in diesem Jahr, im August, 90 Jahre alt wirst. Von selbst käme niemand auf diese Idee, der Dich sieht und erlebt.

Wenn Du in den letzten Jahren schon mal die Absicht geäußert hast, aufzuhören, habe ich immer so getan, als hätte ich nichts gehört, und dann war wieder alles gut und Du bliebst mittendrin in Deiner Arbeit im Geschäftsführenden Vorstand. Und diese hast Du stets mit großem Sachverstand und Erfahrungspotential geleistet, mit Akribie und Herzblut und mit immensem Zeiteinsatz.

Wie hätten Sie entschieden?Frau A. ist schon in der 11. Schwangerschaftswoche. Der Kindesvater drängt sie zum Schwangerschaftsabbruch, sie hat einen 10jährigen Sohn, der an ADHS leidet und eine 2jährige Tochter. Beide zieht sie allein groß. Der Sohn kommt jetzt in die weiterführende Schule, das macht ihr große Angst und sie fragt sich, wie er und die ganze Familie diese Veränderung verkraften. Sie arbeitet Vollzeit und ist in einer Ausbildung. Sie ist eigentlich eine ganz starke und mutige Frau, aber gerade total verunsichert und verängstigt. Sie ist schon 42 Jahre alt und hat deshalb auch Angst vor einer Behinderung des Kindes.

Frau B. kommt mit ihrem 'Partner', der gerade mehr oder weniger halbherzig dabei ist, die Beziehung zu beenden. Frau B. ist in der 7. Woche eigentlich gewollt schwanger, aber nun traut sie es sich nicht zu, ihr Kind ohne eine verlässliche Beziehung zum Kindesvater großzuziehen. Sie ist psychisch krank, hat kaum feste Strukturen im Alltag, ernährt sich nicht regelmäßig und gesund, kann sich schlecht konzentrieren, fällt oft in depressive Stimmungen, ist nicht in der Lage - wenn überhaupt - mehr als drei Stunden täglich zu arbeiten usw. Sie traut es sich nicht zu, ein Kind ganz alleine großzuziehen.

Frau FlinkAm 1. April 2019 habe ich nach einer längeren Auszeit meine Arbeitstätigkeit bei der Beratungsstelle donum vitae Köln e.V. wieder aufgenommen.

Vor diesem ersten Tag stellte ich mir die Frage: Was wird mich erwarten? Wie geht es den Kolleginnen? Gab es z.B. durch neue gesetzliche Bestimmungen Änderungen in den Aufgabengebieten. Was gibt es an fachlichen Inputs? Mit diesen Gedanken und mit ein wenig Aufregung begann mein erster Arbeitstag.

Und es verlief alles zufriedenstellend. Es lag für mich eine Mappe bereit, in der alle wichtigen Informationen zusammengestellt waren. Im Nachgang wurde mir deutlich, dass die Arbeitsstrukturen sich nicht wesentlich geändert haben. Die aus 33 Berufsjahren resultierende Routine - davon 19 Jahre bei donum vitae Köln e.V. - stellte sich schnell wieder ein. Somit war ich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wieder in meinem Berufsalltag angekommen.

In unserer Arbeit gibt es immer wieder auch schwierige Themen. Eins davon ist das Thema Trauer. Der Tod ist oft noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Etwas, worüber wir nicht gerne sprechen. Bei uns ist Trauer und Tod dann Thema, wenn eine Frau eine Fehl-, Spät- oder Totgeburt erlitten hat, wenn das Kind früh verstorben ist oder wenn eine Frau mit der Entscheidung zu einem Schwangerschaftsabbruch nicht zurechtkommt. Auch diese Themen sind oft noch tabuisiert. Womöglich liegt die Ursache darin, dass dabei der Anfang und das Ende eines Lebens nah beieinander liegen.

Die Frage, die sich dabei immer stellt, ist, was ist Trauer eigentlich? Wie gehe ich damit um? Wie kann ich weiter leben?

Der Trauerprozess hängt davon ab, welche Gefühle die werdenden Eltern für das Kind in der Schwangerschaft und danach gehabt haben und was die Schwangerschaft bzw. das Kind für die Mutter und den Vater bedeutet hat. Was hat die Schwangerschaft und die Erwartung, mit diesem Kind zu leben, der Mutter und dem Vater gegeben?

Als Mann in der KonfliktberatungIm Studium der Sozialen Arbeit ist die 80-tägige Praxisphase im fünften Fachsemester ein wichtiger Bestandteil des Lehrplans. In vorangegangenen Semestern erlernte Theorien, Konzepte und Methoden der Sozialen Arbeit sollen nun durch Praxiserfahrungen vertieft werden. Im besten Fall werden erste Inspirationen für das spätere Berufsleben gesammelt. So entsteht ein gewisser Druck, eine möglichst interessante und passende Einrichtung zu finden. Durch verschiedene Seminare bin ich auf die Schwangerschaftskonfliktberatung gestoßen. Sofort war mein Interesse geweckt. Nach einer genaueren Auseinandersetzung mit den vielfältigen Themen der Schwangerenberatung wusste ich, dass ich durch diese Arbeit am meisten Eindrücke für meinen weiteren Werdegang sammeln kann.

Über 10.000 mal konnten wir helfenIn diesem Jahr konnten wir in aller Stille ein kleines Jubiläum begehen. Seit der Bildung unseres Arbeitskreises (1992) sind inzwischen über 10.000 Mal Mütter in finanzieller Notlage zu uns gekommen, um ihre Kinder mit notwendigen Dingen zu versorgen. Manche Mütter nahmen unser Angebot nur ein einziges Mal in Anspruch, andere wenden sich über Jahre immer wieder an uns. 2019 haben wir über 700 Termine für die Taborstube vereinbart. Es wurden 180 Neugeborene und 444 Mal heranwachsende Kinder komplett eingekleidet. Wir haben 64 Erstlingskinderwagen, 35 Geschwisterwagen und 44 Sportwagen weitergegeben, außerdem unter anderem 34 Kinderbetten, 36 Bauchtragen, 35 Wickelauflagen, 28 Badewannen, 44 Autositze und 16 Hochstühle.

1.067 Beratungsfälle  - 1.810 Beratungsgespräche  - 289 Informationskontakte

Auch 2019 stiegen die Beratungszahlen leicht an. Insgesamt fanden 1.067 Erstberatungen statt, davon fielen 770 Fälle auf die allgemeine soziale Beratung nach § 2 Schwangerschafts-konfliktgesetz (SchKG) und 297 auf Konfliktberatungen nach § 5/6 SchKG. Im Berichtsjahr wurden 1.810 Beratungsgespräche geführt. Hinzu kamen 289 Informationskontakte wie z.B. Telefongespräche mit anderen Beratungseinrichtungen und Behörden.

CoV 2

Schwangerschaftskonfliktberatungen

Wir werden Konfliktberatungen weiterhin soweit wie möglich durchführen. Solange Beratungsgespräche noch persönlich durchgeführt werden, werden verstärkt Hygienemaßnahmen durchgeführt. Auch eine telefonische Beratung oder eine Beratung durch Nutzung digitaler Medien ist unter den momentanen Zuständen in Ausnahmefällen möglich.

Kommen Sie bitte nur nach telefonischer Absprache zur Beratungsstelle. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Kinder möglichst nicht mitgebracht werden und nicht mehr als eine Begleitperson zugelassen ist.

Sollten Sie bereits einen Termin haben - wenn Sie Symptome von Corona haben, in einem Risikogebiet waren oder unter Quarantäne stehen - rufen Sie im Zweifelsfall bitte an.

Allgemeine Schwangerschaftsberatung

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir zurzeit nur einen reduzierten Beratungsumfang anbieten können. Wir werden versuchen die Beratung zur allgemeinen Schwangerschaftsberatung weiterhin soweit wie möglich telefonisch durchzuführen. Hierzu gehört unter Umständen auch die Beantragung von Bundesstiftungsanträgen und ggf. Anträge für Verhütungsmittelfonds. Auch hier bitten wir um telefonische Absprache.

Auswirkungen für Schwangere?

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es international keinen Hinweis, dass Schwangere durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung. Bei bereits vor der Schwangerschaft bestehender Herz- oder Lungenerkrankung, könnten eher Komplikationen bei Atemwegsinfektion wie bei der Coronavirusinfektion eintreten. Der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) – vereint im German Board and College of Obstetrics and Gynecology (GBCOG) –  hat eine FAQ für schwangere Frauen und ihre Familien zu spezifischen Risiken der COVID-19-Virusinfektion veröffentlicht.

Wenn Sie schwanger sind und bisher keine Anzeichen von Covid-19 haben, gelten für Sie die gleichen Regeln, wie für alle anderen Menschen: Schränken Sie Sozialkontakte so gut wie möglich ein und achten Sie auf besonders gute Hygiene.

BRISANT | 18.06.2019 | 17:15 Uhr "Wimmerndes Baby aus dem Müll gerettet - Mutter in U-Haft" Wie konnte das geschehen? In der Kleinstadt Kierspe in Nordrhein-Westfalen ist ein neugeborenes Mädchen in einem zugeknoteten Müllsack im Garten hinter dem Haus gefunden worden. Es überlebte nur knapp.

Ein Film von Sarah Schröder López mit unserer Beraterin Frau Kitte Fall.

Quelle: https://www.mdr.de/brisant/wimmerndes-baby-aus-dem-muell-gerettet-mutter-in-u-haft-100.html

 

 

Die Regelung zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschlandist sehr ausgereift  eine derartige Beratungsregelung verbindet auf geradezu ideale Weise das Selbstbestimmungsrecht der Frau mit dem Anliegen des Schutzes des ungeborenen Lebens.

Die Landesregierungen von Berlin, Brandenburg, Hamburg und Thüringen habendem Bundesrat im Dezember einen Entwurf einesGesetzes zur Änderung des StGB (Aufhebung von § 219 a StGB) zugeleitet verbunden mit dem Antrag, seine Einbringung beim Deutschen Bundestag zu beschließen. Eine weitere Geset-zesänderung im Bereich der Straftaten gegen dasLeben, bzw. im Bereich des Schwangerschaftsabbruchs ist dabei nicht vorgesehen.

Aus unserer Sicht besteht ebenfallskein Anlass, das gesamte Gesetzespaket (StGB und SchKG) aufzuschnüren, zumal es nach jahrelangen Diskussionen zu-stande gekommen ist. Aus der Diskussion um die Frage der Beratung bei einem auffälligen Befund wissen wir, wie emotional und aufwühlend diese Debatten sind -eine neuerliche sollte vermieden werden.

Eine Änderung des „Werbungsverbots“ wäre auchnicht mit dem Aufschnüren des gesamten Paketes verbunden  von daher sollte hieraus kein Hinderungs-grund entstehen.

 

Fr.BlumLiebe Mitglieder und Förderer von donum vitae köln!

ZUHÖREN: eine leichte Sache, oder? Oder vielleicht eher nicht?
Wie verhalten wir uns diesbezüglich in Alltagssituationen?
Seien wir ehrlich: Häufig überlagern wir mit unseren eigenen Gedanken das, was ein Gegenüber zu uns sagt. Wir hören ihm daher nur halbherzig zu, kreisen dabei um uns selbst, sehen hauptsächlich unsere eigene Position im Kontext der Situation des anderen, versehen das Gehörte vorschnell mit eigenen Bewertungen.

Zuhören im Beratungsgespräch ist keineswegs leicht, sondern es ist intensive Arbeit. Wenn eine Klientin im Schwangerschaftskonflikt zur Beratung kommt, schildert sie ihre Problemlage, und die Beraterin hört ihr zu in absoluter Zugewandtheit.
Das setzt nicht völliges Schweigen voraus, es handelt sich um „aktives Zuhören“, zu dem genaues Nachfragen dazugehört. Die Klientin kann sich dadurch immer mehr öffnen, und es entwickelt sich ein zunehmend genaueres Bild der oft sehr komplexen und komplizierten Lebenssituation, in der sie sich befindet.

Das Treffen fand statt am 29. August 2018. Anfang Mai hatten Marie-Theres Ley, Josef Winkelheide und ich als Vertreter von donum vitae Köln brieflich den Kölner Erzbischof um ein Gespräch gebeten. Ende Juni hatten wir diese Terminzusage erhalten. Im Erzbischöflichen Haus wurden wir von Kardinal Rainer Woelki empfangen, der noch Weihbischof Ansgar Puff dazu gebeten hatte.

Was war unser Beweggrund? Seit Jahresanfang 2018 hatte es für den Verein donum vitae ein Wechselbad der Gefühle gegeben aufgrund sehr unterschiedlicher Verlautbarungen aus Bischofskreisen, die über Presseberichte transportiert wurden. Erfreut durften wir lesen, dass Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, unsere Arbeit für den Lebensschutz anerkennend lobte und dankbar Gemeinsamkeiten zur kirchlichen Beratungspraxis betonte.

Nicht nur im Schwangerschaftskonflikt wird unsere Beratungsstelle aufgesucht.

Einen Überblick über das große Spektrum unserer Beratungs- und Hilfsangebote gibt Ihnen unsere Aufstellung zur Statistik.

Realisierbar ist diese wichtige Vielfalt nur dadurch, dass wir öffentliche Zuschüsse ergänzen können durch die großzügige Unterstützung von privater Seite.

Ganz herzlich danken wir:

- der Elisabeth-Schumann-Stiftung

- der Dr. Franz Stüsser-Stiftung

- Ernestine Carl-Schumann für große Spenden aus dem Erlös ihrer Handarbeiten

- dem Verein „Hilfe für Frauen“ unter Leitung von Gabriele Otten für Sachspenden

- allen, die uns durch ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden unterstützt haben

- allen, die aus einem besonderen privaten Anlass zu Spenden aufgerufen haben

- unserem ehrenamtlichen Fachteam : Frau Hoffmann (Rechtsanwältin), Frau Dr.Scholz (Gynäkologin), Frau Schreiber (Psychotherapeutin)

- allen, die durch ihr ehrenamtliches Engagement auf verschiedenen Gebieten unsere Arbeit befördert haben

Carola Blum

 

dataVon einer Frau, die Dienste des Portals Amazon regelmäßig nutzt, weiß der Konzern früher über ihre Schwangerschaft Bescheid, als die Frau sie bemerkt hat. Mit diesem Szenarium wartet der WDR Dokumentarfilm „Allmacht Amazon“ auf. Wer sich diesen Film anschaut, beginnt zu verstehen, dass dies kein Sciencefiction, sondern heute schon zum Teil Realität ist. Wie kann das sein?

Die „Digitalisierung“ ist in aller Munde und erfasst zunehmend alle unsere Lebensbereiche und verändert diese in vielerlei Weise grundlegend. Immer kleinere und leistungsstärkere Computer begleiten uns auf Schritt und Tritt und machen uns das Leben vermeintlich bequemer. Diese Maschinen nennen sich nicht nur „smart“. Mit der von uns darauf installierten Software werden diese kleinen Maschinen immer mehr zu Robotern, die mit sogenannter künstlicher Intelligenz ausgestattet sind. Möglich wird das durch das Tracken unseres Verhaltens, also das Protokollieren und Sammeln von personenbezogenen Daten, die wir mit Hilfe dieser Maschinen ständig selber produzieren. Wenn nun viele solcher Datenquellen verknüpft werden, ermöglicht dies aufschlussreiche Auswertungen.

Zu uns kommen überwiegend Menschen in die Beratung, die Krisen durchleben und die in einem sehr schlechten seelischen, emotionalen und oft auch körperlichen Gesundheitszustand sind. Es können Frauen und Paare in einem Schwangerschaftskonflikt sein oder nach dem Verlust eines Kindes während der Schwangerschaft. Es sind auch Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch. Es sind Frauen und Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch, dabei oftmals Frauen, die nach einer Kinderwunschbehandlung schwanger wurden, aber die Schwangerschaft, auch wiederholt, nicht halten konnten. Es betrifft ebenso Frauen, die eine große Liebe verloren haben, die betrogen, verraten und verlassen wurden oder solche, die sich von einem Lebenstraum verabschieden mussten.

Chancen ergreifen  - Mein Weg von der Praktikantin zur BeraterinMein Name ist Carolin Leistikow und ich arbeite seit Anfang Mai 2018 als Beraterin in Krankheitsvertretung bei donum vitae Köln. Ich habe an der Universität zu Köln mein Studium mit dem Bachelor in Erziehungswissenschaft abgeschlossen und beende bald mein Masterstudium. Währenddessen habe ich bereits eine Weiterbildung zur systemischen Beraterin gemacht.

Durch ein Praktikum während meines Bachelorstudiums im Jahr 2015 bin ich zu donum vitae Köln gekommen. Damals konnte ich den Beratungsalltag kennenlernen und feststellen, welch positive Haltung den Menschen gegenüber in diesem Verein herrscht. Die Arbeit der Beraterinnen überzeugte mich und ich war davon begeistert.

Mit den Themen Schwangerschaft und Schwangerschaftskonflikt war ich bis dahin nicht in Berührung gekommen. Im Praktikum konnte ich lernen, wie vielfältig die Lebenslagen sind, in denen sich Frauen in einer Schwangerschaft befinden, und welche Sorgen mit solch einer großen Veränderung einhergehen können. Besonders die Beratungen im Schwangerschaftskonflikt haben mich sehr berührt.

Sehr beeindruckt war ich, wie ernsthaft die Beraterinnen um das ungeborene Leben gerungen haben, gleichzeitig aber auch mit der Frau oder dem Paar nach Lösungen ihrer oft vielfältigen Probleme gesucht haben, damit ihr Leben wieder ins Gleichgewicht kommen kann. Die Beraterinnen schafften es, verzweifelte Lebenslagen wieder positiv erscheinen zu lassen, Hoffnung zu schenken und Mut zu machen - und das teilweise innerhalb einer Stunde. Sie begleiten Frauen innerhalb eines Dilemmas und sind Unterstützung bei einer Entscheidung, die für die meisten - unabhängig davon, wie die Entscheidung ausfällt - eine Veränderung im Leben mit sich bringt.

BabySeit etwas über einem Jahr arbeite ich als Schwangerschaftsberaterin und bin an manchen Tagen immer noch überwältigt. Ich möchte versuchen, einen Einblick in die Vielschichtigkeit der Schwangerschaftsberatung bei donum vitae zu geben.

Als Beraterin im sozialen Kontext war ich zuvor schon eine Zeit lang tätig, aber die Schwangerschaftsberatung war ein komplett neues Feld für mich. Zunächst habe ich allgemein zu Fragen in der Schwangerschaft beraten und schließlich bin ich auch in die Schwangerschaftskonfliktberatung eingestiegen.

Im Kalender steht ein Termin für eine allgemeine soziale Schwangerenberatung. Ich gehe im Vorfeld also davon aus, dass es einige Fragen zu Schwangerschaft und Geburt geben kann. In den meisten Fällen handelt es sich dann um einen Antrag für finanzielle Unterstützung durch die Bundesstiftung „Mutter und Kind“. Ich lade die schwangere Frau also zu mir ins Büro ein und frage, wie ich ihr helfen kann. Frau M. in diesem Beispiel explodiert förmlich vor Redebedarf. „Wissen Sie, ich habe es wirklich nicht einfach in meinem Leben gehabt und jetzt bin ich auch schon wieder schwanger“, beginnt sie. Es stellt sich eine Tiefe an Problemen dar und es geht erst mal gar nicht mehr darum, Gelder zu beantragen. Unerwartet ist Frau M. mit dem vierten Kind schwanger. Ihre älteren drei Kinder sind alles Mädchen und das ist für ihre Schwiegerfamilie aus Montenegro ein Problem. Frau M. ist in ihrem kulturellen Umfeld nämlich keine gute Frau, sie hat ihrem Mann noch keinen Sohn geboren. Ihr Mann und sie selbst sehen das anders, aber der familiäre Druck ist trotzdem hoch. Hinzu kommt, dass sie in Deutschland ganz allein sind und Schwierigkeiten haben, einen guten Job zu finden. Finanziell sieht es dementsprechend auch nicht rosig aus. Mit Frau M. habe ich mich anschließend öfter getroffen, denn alles in einem Gespräch zu klären und den benötigten Halt zu geben, ist nicht möglich.

Gruppe Fr kAuch im vergangenen Jahr hatte ich als Sexualpädagogin wieder die Möglichkeit für donum vitae köln viele wunderbare Projekte für Mädchen und Frauen in Köln anzubieten. Durch die großartige Unterstützung der Kirchengemeinde St. Theodor konnten wöchentliche Projekttage im Gemeindezentrum HöVi für die dort ansässige Gesamtschule, so wie für das Gymnasium in Kalk angeboten werden.

Darüber hinaus konnten wir ebenfalls regelmäßige Workshops für die Förderschule Kalk anbieten.

An allen Schulen gibt es einen hohen Bedarf an Unterstützung und unsere Arbeit wird dankbar angenommen und geschätzt.

Doch nicht nur Schulen bitten uns um Unterstützung. Bereits im zweiten Jahr leite ich das sexualpädagogische Projekt für Frauen in der JVA, welches auch von den erwachsenen Frauen sehr gut angenommen wird. Eine Vorbereitung auf ein stabiles Leben nach der Haft steht hier natürlich stets im Vordergrund.

Auch ein weiteres Projekt in einem Wohnheim für Mädchen findet mittlerweile regelmäßig statt.

GruppeDurch die Unterstützung der Kirchengemeinde St. Theodor in Vingst haben wir die Möglichkeit, den Jungen und Mädchen der 7.+ 9.Klassen des Gymnasiums Kalk und der Katharina-Henoth-Gesamtschule in einem kleinen Gemeindesaal außerhalb der Schule ein spezielles Angebot zur Verfügung zu stellen.

Wir alle sind dort Gäste und bekommen ein kostenloses Frühstücksbuffet angeboten.

Gute Voraussetzungen, um in angenehmer Atmosphäre sich auf ein aufregendes Thema einzulassen. Geschlechter getrennt arbeiten meine Kollegin Frau Reichenbach mit den Mädchen und ich mit den Jungen.

Die Entscheidung, Jungen und Mädchen getrennt zu unterrichten, kommt deren Bedürfnissen sehr entgegen. Ohne die Bewertungen des jeweils anderen Geschlechts können wir in den gleichgeschlechtlichen Gruppen einfacher miteinander ins Gespräch kommen. Die Workshops sind von Toleranz und Respekt geprägt.

Die Faktoren Geschlecht und Herkunft spielen in unserer Arbeit bei der methodischen Umsetzung eine wichtige Rolle. Eine stimmige eigene Identität auszubilden schützt vor Risiken und Gefahren und schafft ein gutes Selbstwertgefühl.

Welche Erfahrungen konnten die überwiegend migrantischen Jungen durch mein methodisches Vorgehen in einer reflektierten geschlechtshomogenen Gruppe machen?

Seit Jahren führt eine Vertreterin von donum vitae köln sexualpädagogische Arbeit mit Frauen in der Kölner Justizvollzugsanstalt durch. In einem Schreiben an den Justizminister des Landes NRW, Peter Biesenbach, wiesen wir auf die Wichtigkeit dieser Aufgabe hin und baten um eine gesicherte Finanzierung. Sie wurde uns für die nächsten fünf Jahre zugesagt.

Auch mit einem zweiten Anliegen hatten wir Erfolg. Wir machten auf die Notwendigkeit der Kostenübernahme von langfristig wirkenden Verhütungsmitteln an Frauen aufmerksam, die kurz vor der Entlassung stehen.

Der Justizminister betonte in seinem Antwortschreiben die Wichtigkeit unserer Arbeit und gab für beide Anliegen grünes Licht. Damit ist die Präventionsarbeit in der JVA Köln für die nächsten Jahre gesichert.

Marie-Theres Ley

Die Beraterinnen nahmen im Jahr 2018 an folgenden Fortbildungen und Fachtagungen teil:

„Zusatzfortbildung Schwangerschafskonfliktberatung – Sachthemenblock“

„Qualifizierung der Beraterinnen zur Umsetzung der vertraulichen Geburt“

„Weibliche Genitalverstümmelung (FGM): die Situation in Deutschland und Handlungsoptionen für Schwangerenberatungsstellen und Fachleute“

„Systemische Unterstützung von Trauernden“

„Liebe und tu, was du willst – Paarberatung in der Schwangerenberatung“

Netzwerk Frühe Hilfen Köln-Rodenkirchen

„ÜberForderung – Hintergründe – Auswirkungen – Hilfen“

10 Supervisionen, 4 Fachkonferenzen, diverse Arbeitskreise

999 Beratungsfälle  1.555 Beratungsgespräche  224 Informationskontakte

2018 konnten wir die Beratungszahlen aufgrund verbesserter Personalsituation deutlich steigern. Insgesamt fanden 999 Erstberatungen statt, davon fielen 706 Fälle auf die allgemeine soziale Beratung nach § 2 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) und 293 auf Konfliktberatungen nach § 5/6 SchKG. Es wurden im Berichtsjahr 1.555 Beratungsgespräche geführt. Hinzu kamen 224 Informationskontakte, das sind u.a. Telefongespräche mit Behörden und anderen Beratungseinrichtungen.

Alle KinderSKP 8018Liebe Mitglieder und Förderer!

Auch die schönsten Ereignisse im Leben einer Familie können - wenn sie sich gleichsam überschlagen - eine Überforderung bedeuten. So erging es Familie S.: Tochter Marie war acht Jahre alt, als nach einem längeren Kinderwunschprozess der Eltern die Zwillinge Fritz und Felix zur Welt kamen. Wenige Monate später wurde Frau S. unerwartet wieder schwanger, was nun eine enorme Herausforderung bedeutete. Sohn Julius wurde geboren, und es ist klar, dass Familie S. jetzt sehr viel Unterstützung benötigt. Wir halfen gerne, zum Beispiel durch die Mitfinanzierung eines Drillingskinderwagens aus unserem Notfonds sowie durch die Vermittlung einer ehrenamtlichen Familienpartnerin, um die Familie im Alltag zu entlasten.

Fr.Blum Foto Erich RadermacherLiebe Mitglieder und Förderer
von donum vitae Köln !

 Das Leben eines jeden von uns vollzieht sich in Etappen, großen und kleinen. Die jeweiligen Strukturen und Bedingungen sind sehr vielfältig und vielschichtig. Meistens werden sie durch andere Menschen, angefangen mit unseren Eltern, und durch bestimmte persönliche sowie äußere Umstände geprägt. In gewissem Umfang spielen aber auch unsere eigenen Entscheidungen, Anstrengungen, Wertvorstellungen und Einschätzungen eine Rolle.

 Immer wieder beginnen wir bei einem neuen Ausgangspunkt und streben ein altes oder neues Ziel an, wobei uns dieser Vorgang gar nicht immer bewusst sein muss.

Im Januar 2018 schrieb der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, einen Brief an Thomas Sternberg, den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, den er zuvor der Ständigen Konferenz der Bischöfe vorgelegt hatte. Darin erwähnte er donum vitae, worüber Thomas Sternberg die Mitglieder des ZdK unterrichtete und die Entscheidung als „wichtige Klärung“ und „qualitativen Sprung“ bezeichnete. Auch die Presse berichtete darüber. Kardinal Marx distanzierte sich von der im Jahr 2006 seitens der Bischöfe extrem formulierten Ächtung des Vereins donum vitae. Stattdessen lobte er anerkennend die Erfolge unserer Arbeit für den Lebensschutz und zeigte sich dankbar für die Hilfe, die donum vitae ratsuchenden Frauen und Ehepaaren leistet.

Prof.HerkenrathEr starb am 22. November 2017

Wir trauern um Pfarrer Gerhard Herkenrath, der donum vitae Köln seit den Anfängen intensiv begleitet und unterstützt hat. Unsere Gedanken sind bei Pfarrer Herkenrath in dankbarer und liebevoller Erinnerung.

 In unseren Herzen bleibt er fest verankert. Wir sehen ihn, wie er die Hl. Messe feiert. Wir hören, wie er predigt: klug, nicht salbungsvoll, sondern in eher sachlichem Tonfall, nachdenklich, differenziert, ohne Phrasen, in hohem Maße eindrucksvoll für Herz und Verstand von uns allen, die wir ihm konzentriert lauschen.

Schwanger und fremd – Erfahrungen aus der Beratungsarbeit

Täglich treffen wir mit Menschen aus anderen Kulturen zusammen. Es ist also notwendig, sich immer wieder mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

 Kultur ist ein für eine Gesellschaft, Organisation oder Gruppe typisches und unverzichtbares Orientierungssystem. Sie beeinflusst das Wahrnehmen, Denken, Werten und Handeln aller ihrer Mitglieder. Kultur umfasst Verhalten, Aussehen, kulturspezifisches Wissen, Gegenstände und eine ganz eigene Art, die Welt wahrzunehmen und zu bewerten.

Wie mag es wohl Menschen ergehen, die sich entschließen, in einem anderen Kulturkreis leben zu wollen oder zu müssen, weil der eigene Kulturkreis ihr Überleben nicht mehr sichert oder das eigene Leben/die Gesundheit sogar in Gefahr sind. Oder weil ihr eigener Kulturkreis ihnen plötzlich nicht mehr ausreichende Orientierungshilfen gibt.

zu GlueckskindWenn die Wände unserer Beratungsstelle berichten könnten von ihrer jahrelangen Zeugenschaft unseres Alltags, es würde sich ein riesiges Panorama auftun mit Tausenden ganz speziell berührender Einzelschicksale. Was diese verbindet: es geht immer, in irgendeiner Art und Weise, um das Thema Schwangerschaft.

 Auch am 6. September 2017 ereignete sich etwas innerhalb dieses Rahmens, zugleich aber sprengte es ihn komplett. In unserer Beratungsstelle kam ein Baby zur Welt!

Eine Klientin, Frau A., hochschwanger, war gegen Abend in einer dringenden Angelegenheit zu Frau Kitte-Fall gekommen und gerade wieder auf dem Weg nach draußen, als sich überraschend die Geburt ihres zweiten Sohnes ankündigte.

Neben der Konfliktberatung ist die allgemeine Schwangerenberatung ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit bei donum vitae. Täglich kommen Frauen, die eine Vielzahl an Fragen mitbringen.

 „Sie sind schwanger“…sagt der Test mit zwei kleinen Strichen. „Sie sind schwanger“ oder „Sie werden Eltern“ sagt der Arzt. Ab jetzt prasseln von allen Seiten Empfehlungen auf die werdende Mutter ein. Im Laufe der Schwangerschaft werden es immer mehr, so dass viele Frauen ganze „Baby-Ordner“ besitzen.

 Ein Ordner, der helfen soll, Überblick zu bewahren. Überblick? Worüber? Seit Jahrmillionen bringen Frauen Babys auf die Welt und das ohne Ordner.

reichenbachMein Name ist Annabell Sofie Reichenbach. Ich bin diplomierte Sozialarbeiterin und Sexualpädagogin und befinde mich derzeit in zusätzlichen Weiterbildungen im Bereich der Psychotherapie. Seit Sommer 2017 arbeite ich freiberuflich für donum vitae Köln in verschiedenen sexualpädagogischen Projekten.

Für donum vitae betreue ich zurzeit mehrere Schulen im Raum Köln, in denen ich Projekte für Mädchen im Alter ab etwa 12 bis 18 Jahren anbiete. Zusätzlich biete ich sexualtherapeutische Projekte für Frauen in der Justizvollzugsanstalt Köln an.

Das differenzierte Angebot der Pränataldiagnostik ist heute ein selbstverständlicher Bestandteil der Schwangerenvorsorge und alle schwangeren Frauen kommen damit in Berührung. Die Schwangeren stehen unter Umständen auch vor der Frage, welche pränatal diagnostischen Untersuchungen sie neben den im Mutterpass vorgesehenen Untersuchungen in Anspruch nehmen wollen, und wie sie nach einem auffälligen Befund damit umgehen wollen.

Man unterscheidet hier zwischen invasiven (Fruchtwasseruntersuchung und Chorionzottenbiopsie) und nicht invasiven Untersuchungen (Ersttrimesterscreening und die neuen Blutuntersuchungen). Da die invasiven Untersuchungen mit einem -wenn auch einem geringen- Risiko für das Kind einhergehen, stellt sich für die Schwangere und ihren Partner die Frage, ob sie dieses Risiko tragen wollen.

E.PetersNeu im Team: Elena Peters

Mein Name ist Elena Peters, ich bin 26 Jahre alt und seit Ende November als Beraterin bei donum vitae Köln e.V. angestellt. Nach dem Abschluss meines Studiums im September 2016 machte ich noch eine Fortbildung zur systemischen Beraterin. Ich habe zunächst ein Jahr lang als Integrations- und Berufsberaterin in der Flüchtlingshilfe gearbeitet, bevor ich mich dann bei donum vitae beworben habe.

In meinem Studium der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule in Köln ist das 80 tägige Praxissemester ein wichtiger Bestandteil.
Nach meinem ersten Praktikum in einer Förderschule wollte ich nun den Bereich der Beratung besser kennen lernen. Mein Interesse an diesem Berufsfeld wurde vor allem durch ein Seminar der „systemischen Gesprächsführung“ geweckt.

Jetzt stellte sich lediglich die Frage, welcher soziale Bereich der Beratung es genau werden sollte.
Nach einer Recherche wurde mir schnell klar, dass der Bereich der Schwangerenberatung ein Feld sein könnte, in dem ich etwas über konfliktbezogene, psychosoziale und allgemeine Beratung lernen würde. Mein interessantes Bewerbungsgespräch bei donum vitae bestärkte mich in dieser Annahme, so dass ich mein Praktikum im September 2017 startete.

Erste Hilfe bei der Baby-AusstattungAuch im letzten Jahr konnten wir schwangere Frauen zur Taborstube vermitteln, die vom Verein „Hilfe für Frauen“ unter Leitung von Frau Gabriele Otten von einem ehrenamtlich tätigen Team betrieben wird. Hier können Mütter für wenig Geld (bei völliger Mittellosigkeit auch kostenlos) die Sachen besorgen, die sie nicht von ihrer Familie oder Freunden bekommen hatten oder die vom letzten Baby nicht mehr brauchbar waren.

860 Beratungsfälle -- 1.473 Beratungsgespräche -- 285 Informationskontakte

 Im Berichtsjahr fanden 860 Erstberatungen statt, von denen auf die allgemeine soziale Beratung nach § 2 Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) 634 Fälle entfielen und auf Konfliktberatungen nach § 5/6 SchKG 226 Fälle. Insgesamt wurden 1.473 Beratungs-gespräche geführt. Hinzu kamen 285 Informationskontakte (z. B. Telefonate mit Behörden, Menschen des sozialen Umfeldes, anderen Beratungseinrichtungen und Pfarrgemeinden).

presseDie Schwankerenberatung "Donum Vitae" klärt mit Plakaten über K.o. - Tropfen auf.

So überschreibt der Kölner Stadt-Anzeiger einen Bericht über eine Kampagne von „Donum Vitae“, die mit Plakaten über K.o.-Tropfen aufklärt. Darin heißt es u.a.: „So suchen uns die meisten Opfer erst auf, wenn sie schwanger sind, sagt Claudia Kitte-Fall,  Beraterin bei Donum Vitae Köln. Und sie erzählt von Veronica. Verschüchtert und verängstigt suchte die 19- jährige vor einiger Zeit Rat in der Beratungsstelle am Heumarkt. Und eine Erklärung für ihre Schwangerschaft. »Ich habe weder einen Freund, noch hatte ich Sex», versicherte der verzweifelte Teenager der Beraterin. Und die glaubte ihr. Im Laufe der folgenden Beratungsgespräche stellte sich heraus, dass V. einige Wochen zuvor in der Wohnung von Freunden aufwachte, mit starker Übelkeit und ohne jede Erinnerung. Die junge Frau entschied sich, trotz aller Widrig- und Widerwärtigkeiten für das Kind - mit Hilfe ihres Glaubens und dem Argument: Es kann ja nichts dafür, dass es auf diese Weise gezeugt wurde. Nicht alle Frauen, die nach einem K.o.-Tropfen-Überfall Hilfe in einer der Donum Vitae Beratungsstellen suchen, sind in der Lage, ihr Kind auszutragen. Verständlicherweise.“ Kölner Stadt-Anzeiger, 7.2.2018

 

 

im leben

Asche von 1144 totgeborenen Kinder in Mühlheim beigesetzt

Die Urne ist wie in jedom Jahr rot.. "Die Farbe druckt Freude aus" sagt Hannelore Bartscherer, Vorsitzende des Kölner Katholikenausschusses. "Und Kinder bedeuten Freude." Gestern fand auf dem Katholischen Friedhof in der Sonderburger Straße in Mülheim zum fünften mal die Beietzung der Asche von 1144 totgeborencn Kindern statt. Die meisten waren an einem noch frühen Entwicklungsstadium durch Schwangerschaftsabbrüche zur Welt gekommen.. "Diese Kinder hatten im Leben keinen Platz" . so Bartschorer. "Nun geben wir ihnen einen Platz in unserer Gemeinschaft." In der Trauerhalle steht die Urne Zwischen brennenden Kerzen, eine Frau hat ein Blumengesteck dazu gelegt. " Im Haus des Herrn darf ich wohnen für langte Zeit",  spricht Pfarrvikar Hatto von Hatzfeld mit Mitgliedern der Gemeinde St. Clemens und Maurtius den Psalm 23 .

Großer Dank ...an den Arbeitskreis “Hilfe für Frauen“

Wie in den Vorjahren bedanken wir uns ganz herzlich bei Frau Gabriele Otten und ihrem Team für die gute Zusammenarbeit und ihre großartige ehrenamtliche Hilfe. Im Jahr 2016 konnten wir 80 Klientinnen einen Termin in ihrer Taborstube vermitteln. Die schöne Bilanz: 65 Schwangere erhielten eine Erstausstattung. 36 fanden einen Erstlingskinderwagen, sieben einen Geschwister- oder Zwillingswagen, 15 ein Bettchen oder Wiegen und 11 einen Maxi Cosi. Darüber hinaus konnte auch anderer Bedarf gedeckt werden an Badewannen, Flaschenwärmern, Wickelauflagen, Bauchtragen usw. Manche Klientinnen kamen auch zum wiederholten Mal, so dass zusätzlich 94 heranwachsende Säuglinge eingekleidet wurden. Zudem wurden 12 Buggys und fünf Autositze vergeben. Frau Otten schrieb uns: „Die Zusammenarbeit mit donum vitae empfinden wir immer wieder als besonders angenehm, Ihre Klientinnen sind am besten darüber informiert, was sie bei uns erwarten können und gehören durchweg auch zu den zuverlässigsten Kundinnen.“

Fr.CelenkAbschied nehmen. Was heißt das genau? Wir verabschieden uns jeden Tag von Menschen. Wir sagen „Tschüss“ und „Bis bald“ und „Auf Wiedersehen“. In den meisten Fällen kommt es auch zu diesem Wiedersehen. Die Zeit zwischen diesem Abschied und dem Wiedersehen ist mal kürzer und mal länger. Doch was passiert, wenn es kein Wiedersehen mehr geben kann? Zumindest kein Wiedersehen mit unseren Sinnen, kein Sehen, kein Hören, kein Fühlen?

Fr.BlumLiebe Mitglieder und Förderer von donum vitae Köln !

Wenn wir das menschliche Leben mit einer Seefahrt vergleichen, was oft geschieht, kommen uns nicht nur lustige Lieder in den Sinn. Fast zwangsläufig – durch aktuelle Katastrophen noch verstärkt – drängen sich auch Vorstellungen auf von stürmischen Meereswogen, die das Schiff bedrohlich ins Schwanken versetzen, und solche von der oft verzweifelten Suche nach einem sicheren Hafen. Hier ist Hilfe dringend erforderlich und ein Anker für sicheren Halt.

Bereits in der frühchristlichen Kunst galt der Anker als Symbol der Hoffnung. Später wurden mit den Symbolen Kreuz, Herz und Anker die Tugenden „Glaube, Liebe, Hoffnung“ verkörpert. In stürmischen Lebens- und Gefühlssituationen befinden sich fast alle Frauen und Paare, die zu uns in die Beratung kommen. Es ist keine leichte Aufgabe für unsere Beraterinnen, die jeweils ganz individuellen Notlagen zu analysieren, um die richtigen Hilfestellungen anbieten zu können. Umso mehr tut es ihnen gut, wenn sie das Gelingen ihrer Arbeit erleben dürfen.

Fr.BarschKinder und Jugendliche sind heutzutage vielfältigen Einflüssen ausgesetzt, insbesondere durch die digitale Welt. Dies hat auch gravierende Auswirkungen auf ihre Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung. In sexualpädagogischen Projekten in der Erprobungsstufe (Klasse 5/6) wird dieser Aspekt in den Fokus genommen. Wie können Mädchen und Jungen in dieser schwierigen Lebensphase in ihrer individuellen Entwicklung begleitet und unterstützt werden?

Der „Ausgrenzungsbeschluss“ der Deutschen Bischofskonferenz von 2006

Dr.Eilers„Bei dem privaten Verein donum vitae handelt es sich um eine Vereinigung außerhalb der katholischen Kirche.

Personen, die im kirchlichen Dienst stehen, ist eine Mitwirkung bei donum vitae e.V. untersagt. Auch der Austausch von Personal ist nicht gestattet.

Der Ständige Rat ersucht die Gläubigen, die in kirchlichen Räten und Mitwirkungsgremien sowie den kirchlichen Verbänden und Organisationen Verantwortung übernehmen, auf eine leitende Mitarbeit in donum vitae e.V. zu verzichten.“

Das sind die Kernaussagen der „Klarstellung zum Rechtsstatus der Initiative donum vitae e.V. und ihrem Verhältnis zur Schwangerschaftsberatung der katholischen Kirche in Deutschland“ – so der etwas umständliche Titel des Textes, den die deutschen Bischöfe am 20. Juni 2006 veröffentlichten. Unmittelbar danach haben führende katholische Laien gegen diesen Beschluss, der von vielen Katholiken, insbesondere aber von Mitgliedern und Mitarbeiter/innen von donum vitae als diskriminierend empfunden wurde, protestiert und seine Aufhebung gefordert. Aber dieser Vorstoß blieb ohne Erfolg.

Fr.Flink„Hurra! Ella ist endlich zu Hause!“ So erhielt ich eine Geburtsanzeige von Eltern, die während der Schwangerschaft sowie nach der Geburt von mir beraten und begleitet wurden. Auf der Rückseite der Karte stand geschrieben: „Hurra! Wir freuen uns sehr, dass Ella nach 133 Tagen in der Uniklinik Köln endlich zu Hause ist!“ Meine spontane Reaktion darauf: „Auch ich freue mich, dass Ella es geschafft hat, nach Hause zu kommen.“

Das Ehepaar Müller (Name geändert), Frau Müller 36 Jahre und Herr Müller 38 Jahre alt, kamen in der 14. Schwangerschaftswoche zu mir in die Beratung. Frau Müller war das erste Mal schwangerund sollte Zwillinge bekommen.In der 13.Schwangerschaftswoche war es unerwartet zu einem Blasensprung gekommen. Wenn es in einer frühen Schwangerschaftswoche zu einem Blasensprung kommt, kann dies oft bedeuten, dass eine Fehlgeburt eintritt. Seitens der Ärzte wurde eine schlechte Prognose für die Entwicklung und das Überleben der Kinder gestellt. Ursachen für eine Frühgeburt können beispielsweise Störungen an der Gebärmutter oder der Plazenta, ein vorzeitiger Blasensprung, Wachstums-, Entwicklungs- und Versorgungsdefizite, eine Infektion im Genitalbereich, Mehrlingsschwangerschaften, oder Fehlbildungen beim Ungeborenen sein. In den vergangenen Jahren hat sich die Medizin stets weiter entwickelt und die Behandlungsmöglichkeiten von Frühchen haben sich extrem verbessert.

Fr.KitteBeratung bei unerfülltem Kinderwunsch

Laut Allensbacher Institut sind etwa 1,5 Mio. Menschen in Deutschland vorübergehend oder permanent von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen. Wir Beraterinnen werden in den letzten Jahren zunehmend mit dieser Problematik konfrontiert. Deshalb beschloss unser Vorstand, dieses Thema als besonderes Beratungsangebot in unseren Aufgabenkatalog aufzunehmen.

Ich hatte die Gelegenheit, mich in einer drei mal dreitägigen Weiterbildung intensiv mit dem Thema zu befassen. Diese Weiterbildung, die mit einer Zertifizierung einhergeht, wird vom Bundesnetzwerk Kinderwunschberatung in Deutschland (BKiD) mit Sitz in Heidelberg angeboten.

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